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Tinnitus-Behandlung: Musiktherapie als Methode zur Behandlung von Tinnitus

Tinnitus-Behandlung  

Lieblingsmusik kann Tinnitus-Geräusche verringern

29.12.2009, 11:01 Uhr | dpa/AFP/t-online.de

Tinnitus-Behandlung: Die Lieblingsmusik kann helfen, einen Tinnitus zu verringern. (Foto: imago)Die Lieblingsmusik kann helfen, einen Tinnitus zu verringern. (Foto: imago)Musik gegen Tinnitus: Eine neue Therapie könnte helfen, Tinnitus-Geräusche dauerhaft zu verringen. Unter diesen quälenden Ohrgeräuschen leiden in Deutschland rund fünf Prozent der Bundesbürger. Während sich die Krankheit bei den einen mit einem Pfeifen bemerkbar macht, haben andere ein Piepen, Rauschen oder Klopfen im Ohr. Das Schlimme: Heilung von heute auf morgen gibt es nicht und die meisten Betroffenen hören die quälenden Geräusche dauerhaft.

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Maßgeschneiderte Musik für Tinnitus-Patienten

In ihrer Untersuchung hatten Wissenschaftler der Universität Münster Tinnitus-Geplagten ein Jahr lang regelmäßig deren Lieblingsmusik vorgespielt. Dabei filterte das Forscherteam um Professor Christo Pantev die individuellen Tinnitus-Frequenzen der Betroffenen heraus. Das Ergebnis: Das Ohrensausen wurde allmählich leiser. Grund für das nachlassende Pfeifen, Rauschen oder Piepsen könne die geringere Stimulation der Hörnerven sein, die vom Tinnitus betroffen sind, vermuten die Wissenschaftler.

Ohrgeräusche mit Klangtherapie kontrollieren

Doch es gibt noch mehr Therapien, die gegen die quälenden Ohrgeräusche helfen sollen. So kann etwa eine Klangtherapie nach dem Heidelberger Modell bei den meisten Betroffenen den Tinnitus vermindern. Dabei wird ein individueller Tinnitus-Ton erzeugt, der musiktherapeutisch eingesetzt wird: Diesen hören die Patienten, sie produzieren ihn aber auch selbst mit Gesang und Instrumenten. So lernen Betroffene, ihre Ohrgeräusche zu kontrollieren.

Hörgerät soll Piepen verringern

Eine andere Methode zur Linderung der Beschwerden: Bei jedem Patienten wird die jeweils stärkste Frequenz ermittelt, unter der er leidet. Diese Töne hören die Betroffenen über ein spezielles Hörgerät. Damit soll die Fehlsteuerung im Gehirn korrigiert werden. Derzeit wird das Gerät noch getestet, es soll 2010 auf den Markt kommen.

Laute Geräusche als Ursache für Tinnitus

Doch was löst einen Tinnitus aus? Eine Ursache sind Hörschäden durch laute Geräusche wie beispielsweise Krach von Feuerwerk an Silvester. Davor warnt die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). Denn Silvesterknaller hinterließen häufig Geräusche im Ohr, auch wenn die Explosion schon lange vorbei sei, so die Krankenkasse. Und genau dass kann zu einem Tinnitus führen.

Böller können Hörschäden hervorrufen

Die DAK verglich den Geräuschpegel von manchen Silvesterknallern mit dem Lärm beim Start eines Düsenjets. Deshalb reicht unter Umständen schon ein Knall aus, um einen Hörschaden auszulösen und irreparable Schäden anzurichten. "Je näher der Knaller am Ohr, desto schlimmer der Hörschaden", sagt der als-, Nasen-, Ohrenarzt Jürgen Viezens. Er empfiehlt daher, nach Möglichkeit zehn bis 20 Meter Abstand zu Knallfröschen, Böllern und Raketen zu halten.

Angenehme Geräusche sind besser als Stille

Doch nicht nur Lärm kann einen Tinnitus verursachen. "Oft stecken hinter dem Tinnitus Ohrentzündungen, Stress, ein Hörsturz oder Probleme mit dem Kiefer oder der Halswirbelsäule", sagt Gerhard Goebel, Professor für HNO-Heilkunde und Vorstand der Deutschen Tinnitus Liga. Wenn das Klingeln im Ohr ohne erkennbare Ursache anhält, bleibt oft nur, das Geräusch zu lindern. "Umgebungsgeräusche sind gut, die absolute Stille sollten die Betroffenen meiden", rät Goebel. Besser sei es, angenehme Geräusche zu suchen: Zum Beispiel CDs auf denen Vögel, die zwitschern, Bäche, die plätschern oder eine Brandung, die auf den Strand zurauscht. "Das gibt es sogar als CD zu kaufen", sagt Goebel.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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