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Wechselwirkungen: Kräuter und Medikamente können Wechselwirkungen eingehen

Wechselwirkungen  

Knoblauch und Kräuter beeinflussen Herzmedikamente

05.02.2010, 08:49 Uhr | apn, cme, t-online.de

Kräuterextrakte beeinflussen die Wirkung von Medikamenten. (Foto: Archiv)Kräuterextrakte beeinflussen die Wirkung von Medikamenten. (Foto: Archiv)Natürliche Pflanzenmittel halten viele Menschen für unbedenklich. Aber gerade Herzpatienten sind durch manche Kräuterextrakte gefährdet. Denn gängige Präparate wie Johanniskraut, Ginkgo oder sogar Knoblauchdragees und Grapefruitsaft können die Wirkung von Medikamenten verändern. Wie der US-Mediziner Arshad Jahangir von der Mayo-Klinik warnt, beeinflussen manche Kräuter etwa die Arbeit der Leber oder die Blutgerinnung. Das kann - zum Beispiel bei der Einnahme von Aspirin - gefährlich werden.

"Menschen wähnen sich in falscher Sicherheit"

Wie der Mediziner im "Journal of the American College of Cardiology" berichtet, senkt das gegen Depression oder Schlafstörungen genommene Johanniskraut die Effektivität vieler Medikamente gegen Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte oder Herzrhythmusstörungen. Ginkgo biloba oder Knoblauchdragees erhöhen dagegen bei Menschen, die blutverdünnende Mittel wie Warfarin oder Aspirin nehmen, das Blutungsrisiko."Viele Leute wähnen sich in falscher Sicherheit mit diesen Produkten, weil sie sie als natürlich' betrachten", sagt Jahangir. "Aber natürlich' heißt nicht unbedingt, dass sie sicher sind."

Arzt unbedingt über die Einnahme informieren

"Diese Kräuter werden seit Jahrhunderten verwendet, schon lange vor den heutigen Herzkreislauf-Medikamenten", sagt Jahangir. "Auch wenn sie vielleicht günstige Effekte haben, muss man sie besser untersuchen, um ihren Nutzen einordnen und vor allem ihr Risiko in Kombination mit anderen Medikamenten einschätzen zu können." Der Kardiologe rät Herzpatienten, ihren Arzt unbedingt über die Einnahme von Kräutern zu informieren.

Vorsicht mit Zitrusfrüchten

Nicht nur Kräuterextrakte, auch Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. So musste einer Amerikanerin, die täglich ein halbes Pfund Grapefruit frühstückte und gleichzeitig die Pille einnahm, beinahe ihr Bein amputiert werden. Der Grund: Der übermäßige Grapefruit-Verzehr blockierte die Wirkungsweise eines Proteins, das normalerweise Östrogen abbaut. Die Ansammlung von Östrogen im Blut führte daraufhin zu einem lebensgefährlichen Blutgerinnsel. Auch wenn dies sicher ein extremer Einzelfall ist: Ein übermäßiger Verzehr von Grapefruits oder anderen Zitrusfrüchten ist während einer Medikamenteneinnahme nicht empfehlenswert.

Gefährliche Nebenwirkungen

Andere Lebensmittel wie Vollkornbrot, Lakritz, Milchprodukte oder Wein sollten mit bestimmten Arzneimitteln ebenfalls nicht kombiniert werden. Wer zum Beispiel gern Lakritz nascht, sollte dies meiden, wenn er entwässernde Medikamente nimmt. Die längere Einnahme kann zu einem Kaliummangel führen. Auch bei der Anti-Baby-Pille kann ein Kaliummangel neben Ödemen und Bluthochdruck auftreten, wenn man direkt vor oder nach der Einnahme Lakritz isst. Schluckt eine Frau Johanniskraut zusammen mit der Anti-Baby-Pille, ist sogar eine ungewünschte Schwangerschaft nicht auszuschließen.

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