Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Schmerzmittel: Schmerzmittel können Hörschäden verursachen

Schmerzmittel können Schwerhörigkeit verursachen

02.03.2010, 12:41 Uhr | msh

Schmerzmittel: Schmerzmittel können Hörschäden verursachen. Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann gefährlich sein. (Foto: imago)

Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann gefährlich sein. (Foto: imago)

Männer, die regelmäßig zu Schmerzmitteln wie Aspirin und Paracetamol oder cortisonfreien Entzündungshemmern greifen, leiden häufiger unter Schwerhörigkeit. Das ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung von Hardvard-Wissenschaftlern. Die Forscher analysierten die Daten von 26.000 Männern, die über einen Zeitraum von 18 Jahren regelmäßig Fragen zu ihrer Gesundheit beantworteten. Ziel war es, andere mögliche Ursachen für Schwerhörigkeit außer Lärm und Alter zu finden.


Aspirin erhöht das Risiko für Hörschäden

Das Ergebnis der Forscher um Sharon Curhan: Männer unter 60 Jahren, die regelmäßig Aspirin nehmen, haben ein um 33 Prozent höheres Risiko für Hörschäden als Männer, die nur gelegentlich zu Aspirin greifen. Für Männer über 60 Jahren konnten die Wissenschaftler diesen Zusammenhang nicht herstellen.

Männer unter 50 Jahren besonders gefährdet

Acetylsalicylsäure (ASS) kann in hoher Dosierung das Innenohr schädigen und Tinnitus auslösen. Das ist schon länger bekannt. Für andere Schmerzmittel und Entzündungshemmer lagen bisher noch keine entsprechenden Daten vor. Die neue Studie hat jetzt gezeigt, das Männer unter 50 Jahren, die regelmäßig Paracetamol nehmen, ein um 99 Prozent höheres Risiko für Hörschäden haben. Auch bei den über 50-Jährigen war das Risiko um mehr als ein Drittel höher. Bei den über 60-Jährigen wurde ein um 16 Prozent höheres Risiko festgestellt.

Gefährlicher Zusammenhang

Auch für nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen zeigte sich eine deutliche Verbindung von Medikamenteneinnahme und Schwerhörigkeit: Männer unter 50 Jahren, die diese Entzündungshemmer regelmäßig zu sich nehmen, hatten ein um 61 Prozent höheres Risiko für einen Hörverlust. Bei den 50- bis 60-Jährigen betrug das Risiko noch 32 Prozent und bei Männern über 60 Jahre noch 16 Prozent.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal