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Gesundheit: Neue Therapie bei "Schaufensterkrankheit"

Neue Therapie bei "Schaufensterkrankheit"

10.08.2011, 12:18 Uhr | dpa

Niemand soll es mitbekommen. Deswegen bleiben Menschen mit heftigen Schmerzen in den Waden zur Ablenkung vor Geschäftsauslagen stehen. Was im Volksmund "Schaufensterkrankheit" genannt wird, ist eine schwere Durchblutungsstörung der Gliedmaßen. Jährlich 50.000 Amputationen in Deutschland sind die Folge. "Wir stellen eine massiv steigende Zahl fest - vor drei, vier Jahren waren es noch rund 40.000 Amputationen", sagte Professor Holger Reinecke von der Universitätsklinik Münster am Dienstag. Mit einem neuartigen Verfahren kann der Verlust von Gliedmaßen verhindert werden, selbst wenn Gefäße mit Ablagerungen gänzlich verschlossen sind.

Neue Operationsmethode

Bei komplett und langjährig verkalkten Beinarterien kommen die Ärzte mit dem Katheter nicht am Verschluss vorbei, um ihn zu zerstören. "Nun können wir den Katheter durch die weiche Gefäßwand am Pfropfen vorbei schieben, ihn umschließen und zur Seite drängen", erklärte der Kardiologe. Diese neue Methode - wegen des Katheterumweges "Outback" (Hinterland) genannt - wurde deutschlandweit im vergangenen Jahr bei rund 500 Operationen angewandt.

Viele Raucher und Diabetiker betroffen

Risikofaktoren für dieses Leiden, das medizinisch korrekt "periphere Arterielle Verschlusskrankheit" heißt, sind etwa Rauchen und Diabetes. Bei Männern im Alter ab 65 Jahren sei inzwischen jeder Fünfte betroffen. Insgesamt geht die Deutsche Gefäßliga von bundesweit fünf Millionen Betroffenen aus.

So erkennen Sie die Verschlusskrankheit

Die Patienten leiden zunächst unter schleichend stärker werdenden Beinschmerzen. Mit Fortschreiten der Erkrankung können Gewebeteile absterben - im schlimmsten Fall droht die Amputation. Reinecke geht wegen der älter werdenden Menschen von weiter steigenden Patientenzahlen aus. Problematisch sei, dass selbst Mediziner die Verschlusskrankheit oft nicht rechtzeitig oder gar nicht erkennen. Vermutet würden häufig Rückenleiden oder Bandscheibenprobleme: "Dabei genügt die Blutdruckmessung an Armen und Beinen."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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