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Erste-Hilfe-Irrtümer: Viele wissen nicht Bescheid

Erste Hilfe  

Pulskontrolle und stabile Seitenlage nicht immer richtig

10.08.2011, 12:18 Uhr | amau

Erste-Hilfe-Irrtümer: Viele wissen nicht Bescheid. Erste Hilfe: Viele wissen nicht Bescheid. (Foto: imago)

Erste Hilfe: Viele wissen nicht Bescheid. (Foto: imago)

Es kann jeden Tag passieren: Plötzlich ist man in einen Autounfall verwickelt, bei dem andere Menschen verletzt wurden, der Nachbar erleidet eine Herzattacke oder dem eigenen Partner bleibt beim Essen etwas im Hals stecken. Wissen Sie, wie Sie richtig reagieren? Studien zufolge wissen es viele Menschen nicht. Der letzte Erste-Hilfe-Kurs ist vielleicht schon Jahre her und das Gelernte von damals vergessen – oder medizinisch inzwischen überholt. Experte Stefan Osche vom Deutschen Roten Kreuz nennt Erste-Hilfe-Mythen und gibt wertvolle Tipps für den Notfall.

Sekunden können über Leben und Tod entscheiden

Wer im entscheidenden Moment richtig handelt, kann das Leben eines anderen Menschen retten. Doch eine Studie der Berliner Charité ergab, dass im Notfall nur jeder achte Laie korrekte Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen kann. Dabei kommt es etwa im Falle eines Herzstillstandes auf Sekunden an. „Die meisten Menschen vergessen recht schnell, was sie im Erste-Hilfe-Kurs gelernt haben“, sagt Stefan Osche. „Die Kenntnisse werden zu selten gebraucht und in der Not weiß man nicht mehr, wie man reagieren soll“, so der Erste-Hilfe-Experte.

Bitte nicht den Puls messen

Hinzu kommt, dass sich die medizinischen Lehrmeinungen ändern. Während es früher hieß, dass man zuerst den Puls prüfen sollte, wenn jemand bewusstlos ist, rät man heute das Gegenteil: „Die Pulsmessung sollte nicht von einem Ersthelfer durchgeführt werden“, so Stefan Osche. „Es ist selbst für einen Profi schwierig, diesen an Hals oder Arm festzustellen. “Wenn jemand bewusstlos ist und nicht mehr normal atmet, sollte man gleich mit der Wiederbelebung, also Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Mund-Beatmung beginnen", so der Experte. Auch die stabile Seitenlage oder das Hinlegen sind nicht in jedem Fall empfehlenswert. So sind bei Atemstillstand Wiederbelebungsmaßnahmen notwendig - und die sind nur in Rückenlage möglich. 

Fit zum Helfen

Um im Notfall richtig reagieren zu können, sollte man seine Kenntnisse regelmäßig auffrischen und auf den neuesten Stand bringen. Ideal sind kompakte und praxisorientierte Fresh-Up-Kurse, wie sie etwa vom Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern oder dem Arbeiter-Samariter-Bund angeboten werden. Stefan Osche empfiehlt, alle zwei Jahre an einem solchen Kurs teilzunehmen. Aktuelle Informationen zum Thema Erste Hilfe erhalten Sie im Internet unter drk.de/erstehilfe. Als praktische Gedankenstütze für den Notfall lässt sich zudem eine Erste-Hilfe-App mit Notrufnummern und Anleitungen für die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen downloaden.



Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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