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Klimaanlage: Kühlgeräte können krank machen

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Die Klimaanlage kann zur Keimschleuder werden

10.08.2011, 10:18 Uhr | dapd

Klimaanlage: Kühlgeräte können krank machen. Klimaanlage: Kühlgeräte können der Gesundheit schaden. (Foto: imago)

Zu kalt eingestellt, macht die Klimaanlage krank. (Foto: imago)

Nicht nur die Hitze draußen macht vielen Leuten zu schaffen. Weil es anhaltend heiß ist, herrschen auch zu Hause oder im Büro unerträgliche Temperaturen. Wer eine Klimaanlage hat, kann sich glücklich schätzen - oder etwa nicht? Experten warnen vor den Tücken der Kühlgeräte, denn sie werden schnell zur ernsten Gefahr für die Gesundheit. Die Ursache ist fast immer dieselbe: mangelnde Wartung.

Klimaanlage transportiert Bakterien als blinde Passagiere

"Die Luft, die über dem Schreibtisch ankommt, wird immer irgendwo angesaugt und durch ein Kanalsystem gepumpt", sagt Klaus-Dieter Zastrow vom Berliner Institut für Hygiene und Umweltmedizin. "Je länger die Wege sind, desto mehr kann sich unterwegs ereignen." In den komplexen Kühlsystemen großer Bürogebäude kann das eine Menge sein: Bakterien fliegen als blinde Passagiere im Luftstrom mit, Pilze nisten sich an den Filtern ein und selbst chemische Schadstoffe finden ihren Weg an die gekühlten Arbeitsplätze. Wer ungünstig sitzt, dem drohen durch die Zugluft außerdem Verspannungen im Nacken und im Rücken. Erkälten kann man sich, entgegen der weitverbreiteten Ansicht, durch eine Klimaanlage nicht, es sei denn, durch die Anlage werden auch Erkältungs-Viren verbreitet.

Sparen und Schlamperei führen oft zu Kopfschmerzen

So weit darf es eigentlich nicht kommen: Die DIN-Norm 6022 regelt, wann Kontrollen durchgeführt, Filter ausgetauscht und externe Hygienespezialisten hinzugezogen werden müssen. "Wenn diese Vorgaben beachtet werden, kann eigentlich nichts passieren", sagt Zastrow. Unkenntnis und Schlamperei führt allerdings häufig dazu, dass Klimaanlagen zum Ärgernis werden, zum Beispiel wenn der Ansaugstutzen für die Zuluft nicht auf dem Dach, sondern neben einer Straße montiert ist und Abgase in die Büros pumpt. Auch wer Geld sparen will erhöht das Betriebsrisiko von Klimaanlagen. "Normalerweise zieht die Anlage frische Luft von außen an, diese muss aber erst auf eine bestimmte Temperatur gebracht werden. Und das kostet Energie", erklärt Zastrow. Die Kosten dafür lassen sich drosseln, wenn man zum Beispiel 50 Prozent Außenluft mit 50 Prozent Umluft vermischt. Die Umluft hat bereits Raumtemperatur, ist dafür aber weniger frisch. Die Folge für die Menschen im Gebäude: Kopfschmerzen, Reizhusten, Infekte und Übelkeit. Experten sprechen von dem "Sick-Building-Syndrom".

Zwangsbelüftung belastet psychisch

Eine anderes Problem von Klimaanlagen ist die Zwangsbelüftung. "Die Tatsache, dass man die Temperatur nicht selber regeln kann, löst oft Unbehagen aus und führt bei manchen Menschen sogar zu psychischen Problemen", sagt der Mainzer Hygiene-Spezialist Michael Pietsch. So kann es zu einer sogenannten Somatisierung kommen, das heißt, dass man ganz normale Phänomene verstärkt wahrnimmt und sie der Klimaanlage zuschreibt. Zudem kann eine Klimaanlage ihren eigentlichen Zweck nie ganz erfüllen: Die perfekte Raumtemperatur zu schaffen. Denn das Kälte- und Wärmeempfinden ist von Mensch zu Mensch verschieden. Während die einen auch im Winter Fenster öffnen, behalten die anderen auch im Sommer lieber den Pullover an. "Jeder Fünfte muss damit leben, dass es nicht so ist, wie sie es gerne hätten", sagt Pietsch.

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