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Schlafmangel verkürzt das Leben

Schlafmangel  

Schlafmangel verkürzt das Leben

10.08.2011, 12:18 Uhr | msh

Schlafmangel verkürzt das Leben. Wenig Schlaf verkürzt das Leben. (Foto: dpa)

Wenig Schlaf verkürzt das Leben. (Foto: dpa)

Wer Nachts zu wenig schläft, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder Diabetes - das ist schon länger bekannt. Eine neue Studie zeigt jetzt, dass Schlafmangel auch das Leben verkürzt. Besonders gefährdet sind Männer, die unter Schlaflosigkeit leiden. Wissenschaftler des Penn State College of Medicine veröffentlichten dieses Ergebnis jetzt im Fachjournal "Sleep".

Schlaflabor soll Aufschluss geben

An der Studie unter der Leitung von Alexandros N. Vgontzas nahmen 1000 Frauen und 741 Männer teil. Im Durchschnitt waren die Probanden zwischen 47 bis 50 Jahre alt. Für den ersten Teil der Studie verbrachten die Studienteilnehmer mehrere Nächte im Schlaflabor. Zusätzlich gaben sie den Wissenschaftlern Auskunft über ihre Schlafqualität und -dauer. Ein Teil der Teilnehmer - acht Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer - litten unter chronischer Schlaflosigkeit. Sie schliefen weniger als sechs Stunden pro Nacht.

Schlaflose Männer am häufigsten betroffen

Der zweite Teil der Studie folgte bei den Frauen nach zehn Jahren und bei den Männern nach 14 Jahren. Die Teilnehmer wurden zu ihrer Gesundheit befragt. Dabei zeigte sich, dass 14 Prozent der Probanden inzwischen verstorben waren. Die Mortalitätsrate bei den gesunden Schläfern betrug 9,1 Prozent. Unter den schlaflosen Männern betrug die Rate jedoch 51,1 Prozent.

Unterschiedliche Auswirkungen bei Männer und Frauen

Für den Studienleiter Alexandros N. Vgontzas ist das wichtigste Ergebnis der Studie, dass Schlaflosigkeit unter Männern mit erheblicher Mortalität verbunden ist. Warum bei den Frauen die Lebenserwartung durch Schlafmangel nicht verkürzt wird, können die Wissenschaftler nicht erklären. Möglicherweise liegt es daran, dass die Frauen bereits zehn Jahre nach der ersten Studie befragt wurden.

Studienergebnisse aus 25 Jahren

Eine Studie der University of Warwick zeigte schon früher, dass Menschen, die sich nicht genug Nachtruhe gönnen, mit einer zwölf Prozent höheren Wahrscheinlichkeit vor ihrem 65. Lebensjahr sterben. Weil ihr Körper durch die chronische Übermüdung angegriffen ist, sind Kurzschläfer anfälliger für Krankheiten wie Herzinfarkte, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2 und leben durchschnittlich nicht so lange. Die britischen Forscher hatten 16 internationale Schlaf-Studien zusammengefasst. Insgesamt nahmen über 1,3 Millionen Probanden an den unterschiedlichen Experimenten teil, die sich über einen Zeitraum von über 25 Jahren erstreckten.

Schlaf kann auch nur schwer nachgeholt werden

Verlorener Schlaf kann nur schwer aufgeholt werden. Wenn der Mensch in der nächsten Nacht versucht, die verlorenen Stunden "nachzuschlafen", führt Schlafentzug trotzdem zu Aufmerksamkeitsschwächen, Leistungsdefiziten und Reaktionsverlängerung. In einer Studie von Wissenschaftler aus Boston wurden acht Jugendliche untersucht, die drei Wochen lang erst nach 30 Stunden Wachzeit zehn Stunden schlafen durften. Das Ergebnis war verblüffend. Nach nur drei Wochen unregelmäßigem Schlaf waren die Reaktionen der Jugendlichen dreimal so langsam wie zu Beginn des Experiments - auch wenn sie zwischendurch immer zehn Stunden schlafen konnten. Kurze Phasen in denen man unregelmäßig schläft, können allerdings leichter wieder aufgeholt werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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