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Bier: Fakten rund ums Bier

Bier  

Verblüffende Fakten rund ums Bier

10.08.2011, 10:18 Uhr | cme

Bier: Fakten rund ums Bier. Bier hält sich in der Dose besonders frisch. (Foto: imago)

Bier hält sich in der Dose besonders gut frisch. (Foto: imago)

Schmeckt Bier aus der Flasche wirklich besser als aus der Dose? Nein, behaupten renommierte Bierexperten in dem neuen Dokumentarfilm "Der Bier-Film" von Christian Gierke, der pünktlich zum Beginn des Oktoberfestes am 18. September erscheint. Im Gegenteil: In der Dose bleibt das Bier sogar besonders frisch, so die Bierfachleute. Wir haben zwölf Mythen rund ums Bier unter die Lupe genommen und verblüffende Fakten zusammengetragen.

Bier ist in der Dose am besten aufgehoben

Das dürfte Bierfans erstaunen: Laut Bier-Experten bleibt der frische Biergeschmack am besten erhalten, wenn das Bier vor Licht und Sauerstoff geschützt ist. Prof. Frank-Jürgen Methner vom Lehrstuhl für Brauerei in Berlin erklärt, dass sich Glasflaschen dafür nur eingeschränkt eignen: "Braune Flaschen schützen das Bier besser vor Licht, grüne nicht so gut, und weiße am schlechtesten. Die Kunststoffdichtung im Kronkorken lässt mit der Zeit sogar Sauerstoff ins Bier. Die Dose dagegen ist fast hermetisch abgeschlossen. Daher ist Bier am besten in der Dose geschützt, weil am wenigsten Sauerstoff zutritt und das Bier komplett gegen Licht geschützt ist." Der schlechte Ruf des Dosenbiers hat vermutlich historische Gründe, denn Bierdosen wurde früher zur Verlängerung der Haltbarkeit oft abgekocht. Bierkenner können sich die Dose am besten als sehr kleines Fass vorstellen: Bier frisch vom Fass kommt schließlich schon lange aus Metallbehältern.

Reinheitsgebot macht das Bier nicht besser

In Deutschland wird das Reinheitsgebot ganz groß geschrieben. Als Zutaten sind demnach nur Hopfen, Gerste und Wasser erlaubt. Doch ob das Bier durch das mehr als 500 Jahre alte Gebot besser wird, darüber lässt sich streiten. Braumeister Robert Boser sagt: "Weizen war zu dieser Zeit sehr wertvoll. Er wurde zum Backen gebraucht, um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen und sollte nicht fürs Brauen verschwendet werden. In den fürstlichen Brauhäusern wurde dagegen weiter mit Weizen Bier gebraut." Dafür, dass die Hefe im Reinheitsgebot nicht auftaucht, gibt es ebenfalls eine einfache Erklärung: Sie wurde nämlich erst im 19. Jahrhundert von Louis Pasteur entdeckt.

Den Bierbauch gibt es nicht

Die wichtigste Frage, nämlich die nach dem Bierbauch, beantwortet Prof. Dr. Manfred Walzl an der Landesklinik Sigmund Freud in Graz: "Bierbauch ist immer ein Reizwort, der Bierbauch wurde immer mit dem Biertrinken assoziiert. Es gibt aber drei ganz große Studien aus Italien, aus Tschechien und aus England, die nachweisen konnten, dass der Biertrinker nicht zum Bauch neigt, wenn er mäßig genießt." Doch wie viel Bier ist mäßig? Die Antwort hängt vom Geschlecht ab: Frauen werden nachweislich schneller betrunken, weil ihnen bestimmte Enzyme fehlen, die bei Männern den Alkoholabbau beschleunigen. Professor Walzl rät: "Ein Liter Bier für den Mann pro Tag ist erlaubt, vorausgesetzt die Menge wird über den Tag verteilt, und sie genießen vorzugsweise zum Essen. Frauen sollten sich auf einen halben Liter pro Tag beschränken."

"Der Bier-Film" erscheint zum Beginn des Oktoberfestes am 18. September 2010 auf DVD und ist überall im Buchhandel erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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