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Depressionen können sich anhand von Rückenschmerzen und Schlafstörungen äußern

Depressionen  

Hinter Rückenschmerzen können Depressionen stecken

20.08.2012, 14:59 Uhr | AP, Neurologen und Psychiater im Netz

Depressionen können sich anhand von Rückenschmerzen und Schlafstörungen äußern. Rückenschmerzen können auf Depressionen hindeuten. (Foto: imago)

Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit können auf Depressionen hindeuten. (Foto: imago)

Depressionen zeigen sich nicht nur anhand von trauriger Stimmung und Niedergeschlagenheit. Auch uncharakteristische körperliche Symptome wie Kopf- oder Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände können Symptome von Machen Sie unseren Test!

Jeden kann es treffen

„Diese Symptome können als Reaktion auf belastende Ereignisse oder auch ohne erkennbaren Anlass auftreten und sich über Wochen und Monate zu einer depressiven Episode ausweiten“, erklärt Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP). Weitere seelische Anzeichen sind Grübelneigung, Minderwertigkeitsgefühle, Antriebslosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit aber auch Ängste, Schuldgefühle oder eine innere Leere. Oftmals würden die Beschwerden vorschnell als stressbedingt abgetan oder als vorübergehendes "Stimmungstief" eingeschätzt. Man schätzt, dass in Deutschland derzeit vier Millionen Menschen an einer Depression leiden. Depressive Erkrankungen kommen in jedem Lebensalter vor, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr.

Ohne Behandlung können Depressionen nicht geheilt werden

Mit modernen Methoden lassen sich Depressionen meist wirksam behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern. "Menschen, die derartige Veränderungen an sich bemerken, sollten sich nicht davor scheuen, die Beschwerden mit ihrem Arzt zu besprechen", sagt Roth-Sackenheim. Erster Ansprechpartner könne der Hausarzt sein. "Die Grundlage der Behandlung sind die Durchführung einer Psychotherapie und der Einsatz antidepressiver Medikamente beziehungsweise die Kombination beider Maßnahmen", betont die Expertin. Ohne professionelle Hilfe gebe es kaum eine Chance, die Erkrankung zu überwinden.

Verschiedene Ursachen für Depressionen

Man geht heute davon aus, dass mehrere Faktoren für das Entstehen von Depressionen verantwortlich sind. „Neben der genetischen Veranlagung für eine erhöhte seelische Anfälligkeit, können negative Erfahrungen in der Kindheit und daraus resultierende depressionsfördernde Einstellungen das Risiko erhöhen. Auch chronische Belastungssituationen wie die Pflege eines Angehörigen, beruflicher Dauerstress können die Erkrankung fördern. Ebenso könnten einzelne kritische Lebensereignisse wie ein Trauerfall oder die Trennung vom Partner oder dem sozialen Umfeld zu einer depressiven Erkrankung beitragen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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