Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Osteoporose: Symptome für poröse Knochen

Fünf Warnzeichen für Osteoporose

10.08.2011, 10:15 Uhr | jlu/AP, AP

Osteoporose: Symptome für poröse Knochen. Osteoporose: Ursachen und Symptome für poröse Knochen. (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Bewegung, Kalzium und Vitamin D stärken die Knochen. (Quelle: imago images)

Osteoporose ist tückisch, denn sie beginnt schleichend. Hinzu kommt, dass die Symptome, beispielsweise Rückenschmerzen, zunächst unspezifisch sind. Die Krankheit ist deshalb schwer zu erkennen. Die Folge: Nur etwa die Hälfte der Betroffenen wird korrekt diagnostiziert, sagen Orthopäden. Dass sie poröse Knochen haben, merken viele Betroffene deshalb erst, wenn es zu spät ist und sie bereits Knochenbrüche erlitten haben. Wir nennen fünf Warnzeichen für Osteoporose. Außerdem können Sie hier Ihr Erkrankungsrisiko testen: Osteoporose-Test für Frauen und Osteoporose-Test für Männer.

Osteoporose betrifft auch Jüngere

Etwa acht Millionen Deutsche haben Osteoporose. Damit ist etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahren von Knochenschwund betroffen. Bei den meisten Patienten ist die Krankheit entweder eine Alterserscheinung, oder sie entsteht, wenn der Kalziumstoffwechsel aus dem Gleichgewicht gerät. Eine weitere Ursache ist ein veränderter Hormonhaushalt, wenn etwa in den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt. Doch es gibt noch mehr Risikofaktoren: So erhöhen Untergewicht, Alkohol, Rauchen, Vitamin-D-, Bewegungs- und Kalziummangel die Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Auch Medikamente wie Cortison oder Schilddrüsenhormone zählen zu den Risikofaktoren. Außerdem können Diabetes, Rheuma, Laktoseintoleranz oder chronische Verdauungsstörungen Knochenschwund auslösen. Deshalb können auch Jüngere erkranken.

Rückenschmerzen sind erste Osteoporose-Symptome

Das Tückische: Bevor die ersten Beschwerden auftreten, vergehen meist mehrere Jahre. Ein erstes Anzeichen für Osteoporose sind Rückenschmerzen. Bei Frauen treten sie oft nach den Wechseljahren auf. "Dumpfe Kreuzschmerzen sind oft erste Symptome von Osteoporose, während starke, punktuelle Schmerzen auf eine fortgeschrittene Erkrankung hindeuten", sagt Klaus König vom Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Außerdem zählen Haltungsveränderungen und eine Verringerung der Körpergröße zu den Warnzeichen. Der Grund: Die Knochendichte nimmt ab, deshalb werden viele Patienten kleiner und entwickeln einen Rundrücken.

Knochenbrüche durch Niesen

Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, kommt es häufig zu Knochenbrüchen ohne erkennbaren Anlass. So können schon geringe Belastungen wie Bücken, Niesen, ein leichter Sturz oder das Anheben einer Einkaufstüte Brüche verursachen. Diese treten oft an Wirbelkörpern, am Handgelenk oder Oberschenkelhals auf, und verursachen starke Schmerzen in Muskeln und Knochen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist es wichtig Osteoporose frühzeitig zu erkennen, betont König. Denn einmal eingetretene Schäden können meistens nicht rückgängig gemacht werden.

Spazierengehen stärkt die Knochen

Um der Osteoporose vorzubeugen ist es wichtig, genug Kalzium zu sich zu nehmen. Für Erwachsene werden täglich etwa 1.000 Milligramm Kalzium empfohlen. Diese Menge erreicht man, wenn man zum Beispiel 150 Milliliter fettarme Milch, 150 Gramm Joghurt, zwei Scheiben Käse, 200 Gramm Brokkoli und einen halben Liter kalziumreiches Mineralwasser verzehrt. Wichtig ist zudem eine Vitamin D-reiche Ernährung. Diesen Nährstoff liefern beispielsweise fetter Fisch, Eigelb oder mit Vitamin D angereicherte Margarine. Ratsam ist es zudem, sich ausreichend zu bewegen. Ideal sind 30 Minuten Spazierengehen täglich.

Eine bestehende Osteoporose wird mit einer Schmerztherapie behandelt. Wichtig ist außerdem die Behandlung des Knochenabbaus. "Für eine Stärkung des Knochenaufbaus stellt die medikamentöse Zufuhr von Kalzium und Vitamin D die Basistherapie dar. Auch kann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein", erläutert König.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Erstellen Sie jetzt 100 Visiten- karten schon ab 9,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal