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Nierenkrankheiten: Wer gefährdet ist

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Nierenkrankheiten: Wer gefährdet ist

10.08.2011, 10:15 Uhr | cme/lac/dapd

Nierenkrankheiten: Wer gefährdet ist . Nierenkrankheiten beginnen oft schleichend. (Grafik: Archiv)

Die Nebennieren, hier gelb gefärbt, produzieren lebenswichtige Hormone. (Grafik: Archiv)

Nierenkrankheiten können tödlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Doch genau das ist schwierig. Denn Nierenleiden sind heimtückisch: Sie machen sich zunächst kaum bemerkbar, die Betroffenen haben keine Schmerzen. Bei jedem zehnten Deutschen ist die Nierenfunktion gestört. Bestimmte Risikogruppen sollten ihre Nierenfunktion deshalb regelmäßig untersuchen lassen. Wer gefährdet ist.

Vorsicht bei Diabetes und Bluthochdruck

Besonders hoch ist das Risiko einer Nierenerkrankung bei Menschen, die an Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck leiden. Das Nierengewebe wird aufgrund dieser Krankheiten schlecht durchblutet und stirbt langsam ab. Dies führt zu einer chronischen Niereninsuffizienz: Die Niere verliert allmählich ihre Fähigkeit, das Blut zu filtern und den Körper zu entgiften. Dann hilft nur noch eine Nierentransplantation - oder der Patient muss regelmäßig zur Blutwäsche (Dialyse). Auch Raucher sind gefährdet. Wer häufig Schmerzmittel einnimmt, kann damit ebenfalls der Niere schaden.

Depressionen steigern das Risiko

Einer neuen Studie zufolge steigern auch Depressionen das Risiko von Nierenkrankheiten: Niederländische Forscher haben 6000 Patienten über 65 Jahre zehn Jahre lang untersucht. Die Teilnehmer, die während der Studie an den Nieren erkrankten, litten mit einer um zwanzig Prozent höheren Wahrscheinlichkeit auch an einer Depression als die anderen Teilnehmer. Zudem folge einer Depression häufig eine Abnahme der Nierenfunktion und ein Krankenhausaufenthalt wegen eines Nierenschadens.

"Silent Killers"

Risikopatienten sollten einmal im Jahr ihre Nierenfunktion ärztlich untersuchen lassen. Denn je früher ein Nierenschaden erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Heilen kann man die Niereninsuffizienz zwar nicht - aber man kann einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Nierenkrankheiten gelten als "silent killers", weil sie den Körper langsam und kaum merklich schädigen - und sogar zum Tod führen können.

Schmerzhafte Nierensteine

Doch auch unabhängig von diesen Risikofaktoren kann die Niere krank werden. Eine Niereninsuffizienz zum Beispiel kann auch akut auftreten - etwa durch Unfälle, Vergiftungen oder Entzündungen. Diese Form der Niereninsuffizienz ist aber, sofern sie sofort behandelt wird, heilbar. Verbreiteter als die Niereninsuffizienz sind Nierensteine. Dabei lagern sich kleine Kristalle in der Niere ab und können zu schmerzhaften Koliken oder Entzündungen führen. Die Ursachen sind weitgehend unbekannt. Allerdings scheinen erbliche Faktoren sowie Stoffwechselstörungen eine Rolle zu spielen. Stark konzentrierter Urin, zum Beispiel durch Schwitzen oder Flüssigkeitsmangel sowie Diäten und Infektionen begünstigen ebenfalls die Entstehung der Steine.

Vorbeugen ist kaum möglich

Vorbeugen kann man Nierenerkrankungen kaum. Die Ernährung zum Beispiel hat wenig Einfluss auf die Funktion der Nieren. Es ist zwar grundsätzlich ratsam, gesund zu essen und viel zu trinken - aber ein Nierenleiden kann man damit nicht verhindern. Bestimmte Symptome - zum Beispiel Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) - können auf einen Nierenschaden hindeuten. Im Zweifel sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann mit Blut- und Urintests feststellen, ob die Nieren gesund sind. Zudem ist es sinnvoll, ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre zur Vorsorgeuntersuchung „Check-up 35“ zu gehen. Dabei werden unter anderem Blutzucker und Blutdruckwerte bestimmt. Ein hoher Blutdruck beispielsweise kann ebenfalls auf eine Nierenerkrankung hinweisen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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