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Gesundheit: Erste Hilfe bei Sonnenbrand

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Erste Hilfe bei Sonnenbrand

20.06.2005, 12:38 Uhr | ag

Gesundheit: Erste Hilfe bei Sonnenbrand. Sommer-Mythen: Ein Sonnenbrand wandelt sich nicht immer in Bräune um. (Foto: Archiv)

Ein Sonnenbrand wandelt sich nicht immer in Bräune um. (Foto: Archiv)

Irgendwann hat jeder schon mal die Sonne unterschätzt und steht abends überrascht vor dem Spiegel: Die Haut ist krebsrot und spannt sich. Eine unangenehme Nacht mit heißen Ohren und brennender Gesichtshaut steht bevor. Ein Sonnenbrand kann ziemlich schmerzhaft sein. Viele Sonnenhungrige, die in den letzten Tagen zu viel Sonne getankt haben, können ein Lied davon singen. Wer sich eine „gesunde" Bräune zulegen möchte, sollte seine Haut lieber langsam an die Sonne gewöhnen und einen UV-Schutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Sonst steigt die Hautkrebs-Gefahr, aber auch die Anzahl der Falten. Haben Sie sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Sonnenbrand geholt, sollten Sie den Aufenthalt in der prallen Sonne vermeiden bis die Rötungen vollständig abgeheilt sind.

Kalte Wickel bringen Kühlung

Sobald Sie merken, dass sich die Haut rötet, gilt als oberstes Gebot: Raus aus der Sonne, rein in den Schatten. Danach sollte die gereizte Haut sofort gekühlt werden. Das lindert die Schmerzen. Sofort-Hilfe bei leichten Verbrennungen bringen kalte Wickel mit Quark, Joghurt oder schwarzem Tee. Tücher einfach in Wasser tränken und die verbrannten Stellen zwei bis dreimal täglich für zehn bis zwanzig Minuten mit den Umschlägen behandeln. Kühlend und erfrischend wirken auch Lavendel- und Pfefferminzöl, die auf ein feuchtes Tuch aufgetragen werden. Tupft man das Gesicht damit ab, lässt die unangenehme Spannung der Haut nach. Bei leichten Sonnenbränden tritt meist innerhalb von zwei Tagen eine Besserung ein. Bis die Verbrennungen abgeheilt sind, vergeht in der Regel eine Woche. In ausgeprägten Fällen kann es auch zu Blasen und Schwellungen kommen. Diese sollten in jedem Fall ärztlich behandelt werden. Das gilt auch, wenn weitere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit hinzukommen.

Finger weg von Ölen

Einen kühlenden und beruhigenden Effekt haben auch Cremes und Lotionen. Dabei ist eine Feuchtigkeitscreme aus dem Kühlschrank in der Regel ebenso wirksam wie teure After-Sun-Produkte. Tabu sind Öle und besonders fetthaltige Cremes. Sie reizen die verbrannte Haut zusätzlich und können zum Hitzestau führen. Ein wirksames Allroundmittel für die Haut ist der Saft der Pflanze Aloe Vera. Das erfrischende Aloe-Gel wird aus den Blättern der Pflanze durch Anschneiden gewonnen und kann direkt auf die Haut aufgetragen werden. Bei stärkerem Sonnenbrand können Mittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure eingenommen werden. Sie lindern die Schmerzen und wirken entzündungshemmend. Durch die Entzündung kommt es zu einer Erweiterung der Gefäße und somit zu einem erhöhten Wasserverlust. Daher sollte bei akutem Sonnenbrand möglichst viel getrunken werden.

Die Haut vergisst nichts

Ein Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, sondern schädigt die Haut bis in ihre tieferen Schichten. Verantwortlich hierfür sind vor allem die UVB-Strahlen, die durch die Schäden in der Ozonschicht immer intensiver werden. Meist kann der Körper die Defekte, die das Sonnenlicht hervorruft, wieder reparieren. Keiner sollte jedoch den "Repair-Mechanismus" der Haut überstrapazieren. Was viele nicht wissen: Das Gedächtnis der Haut registriert jeden Sonnenbrand und alle extremen Sonnenbäder. Die von vielen ersehnte Bräune nichts weiter als ein Schutzschild der Haut gegen die gefährliche UV-Strahlung. Auch ohne sichtbaren Sonnenbrand schädigen die Strahlen die ungeschützte Haut. Sonnenanbeter, die es mit der Bräune übertreiben, müssen daher mit vorzeitiger Hautalterung und einem erhöhten Hautkrebs-Risiko rechnen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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