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Pickel: Was hilft bei Hautunreinheiten?

Pickel  

Über Dreißig und immer noch Pickel

31.08.2011, 15:09 Uhr | ag

Pickel: Was hilft bei Hautunreinheiten?. Pickel und Mitesser sind nicht nur ein Phänomen der Pubertät. (Foto: imago)

Pickel und Mitesser sind nicht nur ein Phänomen der Pubertät. (Foto: imago)

Die Pubertät ist längst vorbei und die Wechseljahre liegen noch in ferner Zukunft. Trotzdem haben gerade Frauen zwischen 30 und 40 häufig mit Pickeln und Akne zu kämpfen. Dabei werden sie mit vielen Ratschlägen überschüttet. Die einen empfehlen Solariumsbesuche, andere schwören auf Zahnpasta gegen die Mitesser oder raten zum Verzicht auf Schokolade. Doch welche Maßnahmen helfen wirklich im Kampf gegen die lästigen Pusteln? Zehn Pickelmythen auf dem Prüfstand.

Woher die Pickel plötzlich kommen

Mit dem Beginn der Pubertät leiden viele Jugendliche an Pickeln oder starker Akne. Der Grund dafür ist die Umstellung des Hormonhaushaltes. Viele Betroffene - vor allem Frauen - klagen aber auch im Erwachsenenalter über unreine Haut. In dieser Altersphase können Pillenpause, Schwangerschaft, falsche Pflege oder Dauerstress das Hautbild so verändern, dass regelrechte Pickelschübe entstehen. Die Haut kommt aus der Balance. Ihre Schutzbarriere wird porös, sie trocknet aus und versucht dies durch übermäßige Talgproduktion auszugleichen. So entstehen große Poren und Mitesser. Auch im natürlichen Zyklus gibt es immer wieder Hormonschwankungen. Das ist auch der Grund, warum bei vielen Frauen zu Beginn ihrer Periode die Pickel sprießen.

Sonnenbäder und Solarium

Auch das Klima beeinflusst die Pickelbildung. So treten Hautunreinheiten im Sommer seltener auf als in der kalten Jahreszeit. Ein Grund für viele, in den Wintermonaten ins Solarium zu gehen. Davon raten Hautärzte aber ab, unter anderem wegen der hohen Hautkrebsgefahr. Denn Sonne, egal ob natürlich oder aus dem Solarium, verschlechtert die Akne auf Dauer nur. "Zwar wirkt die Sonne gewissermaßen entzündungshemmend auf die Haut und trocknet die Pickel aus. Sie sorgt aber auch dafür, dass die Hornschicht der Haut dicker wird und sich die Poren verengen, was die Akne wiederum verschlechtert," erklärt der Dermatologe Dr. Jan Hundgeburth. Auch von einer UV-Therapie, wie sie viele Hautärzte noch bis vor einigen Jahren verordnet haben, ist abzuraten. Denn auch bei dieser werden Pickel lediglich kurzzeitig ausgetrocknet. Kurze Zeit später kommen sie um so stärker wieder.

Schokolade, Chips & Co.

Obwohl eine ausgewogene Ernährung der Haut guttut, gibt es keine konkreten Lebensmittel, die Pickel hervorrufen. Trotzdem hört man immer wieder, dass Chips, Schokolade und Pommes allgemein als Übeltäter für die lästigen Pusteln angesehen werden. Es ist jedoch nie gelungen, dies in einer wissenschaftlichen Untersuchung zu beweisen. Dennoch sollten Betroffene Lebensmittel meiden, die das Hautbild zusätzlich verschlechtern - hierzu zählen Genussmittel wie Alkohol und Kaffee. Auch Zigaretten und Stress sind für den Teint schädlich und können Hautunreinheiten begünstigen.

Warum Pickelcremes meist nicht helfen

Viele Anti-Pickel-Cremes versprechen, dass Pickel über Nacht verschwinden. In der Realität sieht das aber anders aus. "Wenn ein Pickel da ist, ist es bereits zu spät, dann kann man nichts dagegen tun. Besser ist es, vorbeugend etwas zu unternehmen," sagt Hundgeburth. Hierbei ist auch die richtige Creme wichtig, denn viele Menschen überfetten ihre Haut und begünstigen so die Pickelbildung. Um dies zu vermeiden sollte man zu einer Creme greifen, die einen pH-Wert von etwa 5,5 hat. Da die Haut den selben pH-Wert hat, greift die Creme den empfindlichen Säureschutzmantel der Haut nicht an. Entstehen dennoch Pickel, helfen der entzündeten Haut beruhigende Kompressen aus Kamille und Heilerde oder Gesichtsdampfbäder.

Pickel nicht selbst ausdrücken

Auch wenn es noch so schwer fällt - Pickel sollte man nicht ausdrücken. Bakterien können dadurch in tiefere Hautschichten gelangen und Entzündungen auslösen. Besser ist hier ein Besuch bei einer medizinisch geschulten Kosmetikerin. Sie kann bei der Hautpflege beraten und Mitesser oder Pickel fachgerecht entfernen. Bei sehr starken Beschwerden sollten Betroffene dagegen zu einem Hautarzt gehen. Er kann auch Akne richtig behandeln und unangenehme Folgen wie zum Beispiel eine Narbenbildung verhindern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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