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Transfette: Viel ungesunde Fette in Spritzkuchen und Schweinsohr

Transfette  

Gebäck enthält viele ungesunde Transfette

02.12.2011, 09:54 Uhr | dapd/ akl, dapd

Transfette: Viel ungesunde Fette in Spritzkuchen und Schweinsohr. Transfette: Forscher fanden in Schweinsohren viele ungesunde Fette. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Transfette: Forscher fanden in Schweinsohren viele ungesunde Fette. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Fette ungesund sind, weiß jeder. Doch es gibt Fette, die besonders schädlich sind - Transfette gehören dazu. Forscher haben nun 339 deutsche Produkte auf den Gehalt von Transfettsäuren untersucht - und fanden besonders viel in Backwaren.

Ungesunde Fette in Spritzkuchen und Schweinsohren

Forscher der Universität Jena fanden besonders viel ungesunde Fette in Backwaren wie Spritzkuchen oder Schweinsohren gefunden. Sie untersuchten mehr als 300 Produkte - unter anderem aus den Kategorien frittierte Kartoffelprodukte, Instantprodukte, Backwaren und Süßwaren auf den Gehalt von Transfettsäuren. Die Studie ist im Fachmagazin "European Journal of Lipid Science and Technology" erschienen.

Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

Transfettsäuren gelten als herz- und kreislaufschädigend, da sie den LDL-Wert im Blut erhöhen und somit auch den Cholesterinspiegel. Ein dauerhafter Konsum der Fettsäuren kann zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und steigert damit das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. In Dänemark ist deshalb ein Grenzwert in Lebensmitteln vorgegeben, in Deutschland nicht. Die Jenaer Ernährungswissenschaftler fanden heraus, dass inzwischen viele Hersteller freiwillig den Gehalt von Transfettsäuren in ihren Produkten verringert haben. "Die Produkte ohne beziehungsweise mit sehr wenig Transfettsäuren sehen genauso aus und schmecken genauso gut wie jene, die Transfettsäuren enthalten", betont Katrin Kuhnt, die an der Studie mitgearbeitet hat.

Was sind Transfette?

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Transfettsäuren entstehen unter anderem bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten - aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Sie gelten als noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren. Hersteller und Restaurants nutzen Transfette, da sie preiswerter sind als andere Fettarten, sich länger halten und häufiger wieder verwendet werden können.

Vorsicht bei "gehärtetem Pflanzenfett"

Für die Verbraucher gilt nach Angaben der Leipziger Forscher: Die Aufschrift "enthält gehärtetes Pflanzenfett" kann auf einen hohen Gehalt an Transfettsäuren hinweisen. Potenziell gefährlich seien solche Produkte erst bei übermäßigem Verzehr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die Transfettsäuren-Aufnahme so gering wie möglich zu halten. Besonders Kinder, Jugendliche und Herz-Kreislauf-Patienten sollten darauf achten.

Nicht nur in Spritzkuchen und Schweinsohren

Transfette sind nicht nur in industriellen Backwaren zu finden. Hohe Gehalte finden sich beispielsweise auch in Chips, Croissants, industriellen Backfetten, Fast-Food-Produkten oder fetten Brotaufstrichen. Auch zur Herstellung von Pommes Frites, Pizza, Trockensuppen und Fertiggerichten kommen sie zum Einsatz. Haushaltsmargarine hingegen weist nur einen relativ geringen Gehalt an Transfettsäuren auf.

Am besten zu naturbelassenen Ölen greifen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass in der täglichen Ernährung so wenig Transfettsäuren wie möglich vorkommen sollten. Frittierte Produkte, Gebäck aus Blätterteig, Kekse, Süßwaren, Fertiggerichte sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen. Wer ein gesundes Öl wählen will, greift am besten zu nativen, kalt gepressten Ölen. Wer das Öl zum Braten verwenden will, sollte allerdings eine hitzestabile Sorte verwenden, zum Beispiel Rapsöl oder Erdnussöl. Gegen einen moderaten Verzehr von tierischen Fetten ist ebenfalls nichts einzuwenden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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