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Von Hämorriden bis Inkontinenz - heimliche Volkkrankheiten

Krankheiten  

Von Hämorriden bis Inkontinenz - "heimliche" Volkskrankheiten

06.03.2012, 17:57 Uhr | jlu/bt

Von Hämorriden bis Inkontinenz - heimliche Volkkrankheiten. Peinliche Krankheiten sind immer noch ein Tabuthema.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Peinliche Krankheiten sind immer noch ein Tabuthema. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder zweite Deutsche leidet an Krankheiten, die er nicht mal seinem Arzt anvertrauen will. Beschwerden wie Scheideninfektionen, Fußpilz oder Inkontinenz sind immer noch tabu. Doch wer das Schweigen nicht bricht, macht sein Leiden nur noch schlimmer. Lesen Sie hier sieben häufige Tabukrankheiten.

Ärzte sprechen von heimlichen Volkskrankheiten

Durch schweigsame Patienten entwickeln sich laut Medizinern regelrecht "heimliche Volkkrankheiten". Aus purer Verlegenheit werden sogar Vorstufen von Krebs ignoriert. Als besonders peinlich gelten Krankheiten im Genitalbereich oder hoch ansteckende Krankheiten wie Herpes. Betroffene suchen lieber in Internetforen Hilfe oder versuchen, sich mit Hausmitteln zu behandeln. Gehen die Beschwerden jedoch nicht weg, sollte man sich seiner Gesundheit zuliebe zum Arzt gehen.

Hämorriden: Frühe Diagnose erspart aufwändige Behandlung

Jeder hat sie, aber nur wenige können ungehemmt über sie reden - Hämorriden. Bei ihnen handelt es sich um Schwellkörper, die im Analbereich ein dichtes Gefäßpolster bilden. Krankhaft wird dies erst, wenn sich das Blut in dem Polster staut und nicht mehr abfließen kann. Dann entstehen knotenartige Vorwölbungen der Schleimhaut, die Juckreiz, Schmerzen, Nässen oder Blutungen in der Afterregion auslösen können. Sind Hämorriden nur leicht geschwollen, können sie von alleine verschwinden. Statt zum Arzt zu gehen, kaufen sich viele Menschen lieber eine Salbe. Jedoch beseitigen die Cremes nicht die Ursachen. Werden sie früh erkannt, können sie sich bei Normalisierung des Stuhlgangs wieder zurückbilden. Eine Verödung beim Arzt ist relativ unkompliziert. Auch wer sich mit vielen Ballaststoffen ernährt, kann seine Beschwerden lindern. Wartet man zu lange, müssen sie operativ entfernt werden.

Geschlechtskrankheiten betreffen auch den Partner

Sexualität ist seit jeher mit vielen Tabus belegt. Für sexuell übertragbare Krankheiten gilt das umso mehr. Keiner spricht gerne über Syphilis oder Feigwarzen. Schweigen macht allerdings alles nur noch schlimmer. Wird eine Infektion zu spät erkannt, kann sie ernste Folgen haben. Diese reichen von Entzündungen der Harnröhre über Unfruchtbarkeit bis hin zu Lähmungen - im Fall von Syphilis. Auch vor dem Partner sollten Sie eine Infektion nicht verschweigen - schließlich besteht die Möglichkeit, dass er sich ansteckt. Ebenfalls unangenehm, aber weniger gefährlich ist der Vaginal- oder Scheidenpilz. Sie werden durch geschwächte Immunabwehr oder die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika ausgelöst. Typische Symptome sind ein Jucken oder Brennen im Intimbereich sowie ein weißlich-krümeliger Ausfluss.

Erektionsstörung als Anzeichen für Kreislauferkrankung

Männer, die an Erektionsstörungen leiden, sind besonders empfindlich. Schließlich beruht das Selbstbewusstsein vieler Männer auf ihrer Sexualität. Ursachen können sowohl seelische Probleme als auch körperliche Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen der Arterien im Penis sein. Die Erektion bleibt dann aus, weil der Schwellkörper nicht mit Blut gefüllt werden kann. Eine erektile Dysfunktion kann aber auch ein erstes Warnsignal für gefährliche Kreislauferkrankungen sein. In jedem Fall beeinträchtigen Sexualstörungen sowohl die Lebensqualität als auch die Partnerschaften. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man sich lieber ärztlichen Rat holen.

Frauen leiden besonders häufig an Inkontinenz

Sechs Millionen Deutsche leiden an Inkontinenz, die wenigsten trauen sich aber, es anzusprechen. Frauen sind siebenmal häufiger betroffen als Männer, weil bei Geburten der Beckenboden stark strapaziert wird. Besonders beim Husten, Heben oder Laufen tritt spontan Urin aus. Inkontinenz kann viele Ursachen haben. So baut mit dem Alter die Muskulatur des Beckenbodens ab. Doch auch Krankheiten an der Blase oder am Darm können den Schließmuskel beeinträchtigen. Wer über sein Leiden spricht, kann die Beschwerden zum Beispiel mit gezieltem Beckenbodentraining lindern. Wird die Krankheit nicht behandelt, droht Isolation. Denn Betroffene kapseln sich aus Scham von ihren Mitmenschen ab.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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