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Im Sommer steigt die Legionellen-Gefahr

Im Sommer steigt die Legionellen-Gefahr

02.05.2012, 14:29 Uhr | akh/dpa-tmn

. Mit Legionellen kann die Dusche zum unangenehmen Erlebnis werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit Legionellen kann die Dusche zum unangenehmen Erlebnis werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Warmwasserleitungen sind die perfekte Brutstätte für Legionellen. Besonders im Sommer steigt die Gefahr. Dann kommt es schnell vor, dass warmes Wasser in der Leitung steht. In ihm vermehren sich die fiesen Bakterien besonders schnell. Wir erklären, wie Sie Legionellen in der Dusche vorbeugen können.

Heißes Wasser tötet Legionellen ab

Im Sommer sollten Hausbesitzer nicht die Grundtemperatur des Warmwassers herunter regeln. Denn in lauwarmem Wasser können sich Keime wie die lebensgefährlichen Legionellen vermehren. Diese mögen hingegen keine Temperaturen von über 70 Grad. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin hin. Er empfiehlt deshalb, die Wassertemperaturen im Alltag bei mindestens 55 Grad oder mehr zu halten. Außerdem sollten die Leitungen nach längerer Abwesenheit, etwa im Urlaub, erst einmal gründlich mit heißem Wasser durchgespült werden. Denn auch nur wenig benutzte Leitungen können den Keimen eine Brutstätte bieten.

Regelmäßige Kontrolle ist entscheidend

Am häufigsten entwickeln sich Legionellen bei Wassertemperaturen von 20 bis 40 Grad Celsius. Deshalb besiedeln sie gerne künstliche Wassersysteme, die nicht regelmäßig gewartet werden. Dort ernähren sie sich von Kalk, Sediment und Biofilmen. Die Ablagerungen entstehen häufig in Rohren, Dichtungen und Duschköpfen. Werden die Dusche oder der Wasserhahn in Betrieb genommen, werden die Bakterien von den Ablagerungen ausgeschwemmt und gelangen so ins Wasser. Besonders gefährdet sind Leitungen, die längere Zeit nicht genutzt wurden. Professor Werner Mathys vom Universitätsklinikum Münster erklärt: "Wenn Wasser in der Leitung steht, verdirbt es." Daher sollte man vor der Nutzung der Duschanlage das Wasser für ein paar Minuten laufen lassen. Achten Sie jedoch darauf, vorher das Fenster zu öffnen und den Raum während dem Spülgang zu schließen. Der Grund: Über die Wasserdämpfe gelangen die Legionellen in die Luft und können so vom menschlichen Organismus aufgenommen werden.

Legionärskrankheit kann tödlich enden

Legionellen sind bakterielle Erreger, die im schlimmsten Fall zur Legionärskrankheit, einer Art Lungenentzündung, führen können. Die Legionärskrankheit verläuft ähnlich wie eine Grippe mit Kopf- und Muskelschmerzen, trockenem Husten und Fieber. Auch wenn die Erkrankung vergleichsweise selten auftritt, verläuft sie gerade bei Älteren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem in zehn bis 15 Prozent der Fälle tödlich. Die Bakterien kommen in der Natur in Seen, Flüssen und anderen Wasserreservoirs vor.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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