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Eichenprozessionsspinner: Experten warnen vor Haaren

Eichenprozessionsspinner  

Nach Kontakt mit Eichenprozessionsspinner Haare waschen

16.07.2012, 15:34 Uhr | dpa, dpa

Eichenprozessionsspinner: Experten warnen vor Haaren. Die Haare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können allergische Reaktionen auslösen. (Foto: dpa)

Die Haare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können allergische Reaktionen auslösen. (Foto: dpa)

Wer mit den giftigen Haaren der Raupen des Eichenprozessionsspinners in Kontakt gekommen ist, sollte seine Kleidung sofort und schon im Freien wechseln. Das empfiehlt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin. Außerdem sollte man gründlich duschen, Haare waschen und die Augen mit Wasser spülen.

Die giftigen Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners können unter anderem zu entzündlichen und juckenden Hautbeschwerden, Bindehautentzündung sowie Atemnot führen. Bei Hautreaktionen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, bei Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren.

Auch Hunde feucht baden

Die Schmetterlingsart befällt Eichen, dort spinnen ihre Raupen weißliche Nester, in denen ihre Haare ebenso wie am Boden oder an den Bäumen haften bleiben. Die ECARF rät, auch betroffene Gegenstände wie das Auto feucht zu reinigen und Hunde zu baden. Sichtbare Raupenhaare werden am besten mit einem Klebstreifen entfernt, die Bekleidung bei mindestens 60 Grad gewaschen und die Schuhe nass gereinigt.

Eichenprozessionsspinner sondern Gifthaare ab

Der Eichenprozessionsspinner liebt es warm und trocken und bevorzugt lichte Eichenwälder, Waldränder und Einzelbäume. Menschen sollten jeglichen Kontakt mit den Larven des Schmetterlings vermeiden und bei starken Hautreaktionen einen Arzt aufsuchen, rät die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.


Gespinste enthalten viele Gifthaare

Zu erkennen sind die gefräßigen Raupen des unscheinbaren Schmetterlings vor allem an den langen Haaren und daran, dass stets mehrere 100 hintereinander herziehen - wie bei einer Prozession. Zur Verpuppung sammeln sich die Raupen und bilden in den Bäumen sogenannte Gespinstnester. Auch diese sollten nicht angefasst werden, da sie Larvenhäute enthalten. Bekämpft wird der Eichenprozessionsspinner von Experten unter anderem mit einem Absaugen der Nester und mit Pflanzenschutzmitteln

Eichen meiden

Der einzige Schutz vor den Gifthärchen ist, sich nicht in den betroffenen Gebieten aufzuhalten und vor allem Eichen zu meiden. Besorgte Bürger können sich auch an lokale Behören und Forstämter wenden, um zu erfahren, welche Gebiete in der Nähe von den Raupen befallen sind. Ende Juli verpuppen sie sich und verwandeln sich in völlig ungefährliche Schmetterlinge. Doch die gefährlichen Nester bleiben übrig und stellen weiterhin eine Gefahr dar.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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