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Rheuma: Es könnte sich auch um Morbus Bechterew handeln

Rückenschmerzen  

Morbus Bechterew ist eine entzündliche Skelettkrankheit

08.08.2012, 16:14 Uhr | stw, t-online.de

Rheuma: Es könnte sich auch um Morbus Bechterew handeln. Die Diagnose von Morbus Bechterew ist schwierig.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/gpointstudio)

Morbus Bechterew ist eine entzündliche, rheumatische Erkrankung. (Quelle: gpointstudio/Thinkstock by Getty-Images)

Tiefsitzende Rückenschmerzen kennen viele Menschen. Oft werden sie nicht beachtet oder als harmlose Verspannung der Muskeln abgetan. Doch dahinter kann eine ernsthafte rheumatische Erkrankung stecken. Morbus Bechterew beginnt bei 80 Prozent der Patienten vor dem 30. Lebensjahr. Über 140.000 Menschen in Deutschland leiden unter der entzündlichen Skelettkrankheit. Wir klären was dahinter steckt

Eine schmerzhafte Wirbelsäulenerkrankung

Morbus Bechterew ist eine entzündliche und sehr schmerzhafte Wirbelsäulenerkrankungen. Sie verläuft chronisch und ist die zweithäufigste entzündliche Skelettkrankheit nach dem Gelenkrheuma. Morbus Bechterew kann dafür sorgen, dass Gelenke der Brust- Lendenwirbelsäule sowie Kreuz- und Darmbeingelenke versteifen. Schuld daran ist eine Entzündung der Wirbelgelenke. Im schlimmsten Fall und meist im Endstadium, führt die Krankheit zu einer vollständigen Versteifung. Die Folgen: Eine nach vorne gebeugte Haltung sowie ein erstarrter Brustkorb, der das Atmen erschwert.

Zu Beginn sind die Beschwerden unspezifisch

Die Krankheit beginnt oft in jungen Jahren, bei 80 Prozent vor dem 30. Lebensjahr, bei Frauen meist noch früher. Männer haben ein höheres Risiko, an der entzündlich-rheumatischen Erkrankung zu erkranken. Zu Beginn sind die Symptome unspezifisch und werden daher oft falsch gedeutet. Es gibt aber einige Symptome, die auf Morbus Bechterew hindeuten können: Schmerzen in der Lenden- und Gesäßregion, die oft in der Nacht und am Morgen auftreten. Auch morgendliche Steifheit in den Gliedern, die länger andauert, kann ein Hinweis auf die Krankheit sein. Typisch für die Erkrankung ist auch, dass die Schmerzen bei Bewegung abnehmen und sich in Ruhephasen verschlimmern. Es sollte daher immer ein Rheumatologen aufgesucht werden, damit eine richtige Diagnose gestellt werden kann.

ratgeber.t-online.de: Rheuma-Anzeichen frühzeitig erkennen

Die Krankheit verläuft in Schüben

Nicht nur die Wirbelsäule, sondern auch andere Gelenke, die außerhalb der Körperachse liegen, so wie Sehnenansätze, innere Organe, aber auch Augen können durch die Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen werden. Patienten, die an Morbus Bechterew erkrankt sind, leiden zudem häufig an einer Regenbogenhautentzündung im Auge. Die Krankheit verläuft in Schüben und von Patient unterschiedlich. Es gibt Phasen, in denen die Betroffenen sich relativ wohl fühlen und Phasen, in denen starke Schmerzen mit Fieber auftreten können.

Therapien können die Schmerzen lindern

Morbus Bechterew geht mit Schmerzen einher und beeinträchtigt vor allem die Beweglichkeit der Betroffenen. Gezielte Krankengymnastik kann helfen. Therapeuten betonen jedoch, dass die Übungen konsequent und langfristig durchgeführt werden müssen. Oft verhindern Schmerzen die Bewegung. Entzündungshemmer können sie lindern. Es gibt aber noch andere Therapiemöglichkeiten, die den Krankheitsverlauf verlangsamen.

Wärme fördert die Durchblutung und mildert die Steifheit

Eine Wärme- und Kälte-Therapie, die auch bei Rheuma angewendet wird, mildert die Schmerzen und die Steifheit, weil sie die Durchblutung fördert. Anderen Patienten konnte durch eine Radon-Therapie geholfen werden. Diese Behandlung erfolgt mit dem radioaktiven Edelgas Radon. Bei starken Schmerzen können auch cortisonähnliche Medikamente eingesetzt werden, aber nicht auf Dauer, da Nebenwirkungen zu befürchten sind. Bei einer völligen Versteifung kann auch eine Operation erfolgen, die es den Betroffenen ermöglicht, wieder aufrecht zu gehen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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