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Nieren: Eistee kann Nierensteine fördern

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Nieren  

Eistee kann Nierensteine fördern

13.08.2012, 13:12 Uhr | dpa-tmn/t-online

Nieren: Eistee kann Nierensteine fördern . Eistee kann in großen Mengen zur Bildung von Nierensteinen führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eistee kann in großen Mengen zur Bildung von Nierensteinen führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu viel Eistee kann die Bildung von Nierensteinen begünstigen. Denn das Sommergetränk enthält wie alle Schwarz- und Grünteesorten Oxalsäure (Oxalat), erläutert Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI). In großen Mengen fördert die Oxalsäure bestimmte Arten von Nierensteinen.

Besser Wasser statt Eistee

Gerade Eistee wird in größeren Mengen getrunken als heißer Tee. Wer zur Bildung der schmerzhaften Ablagerungen neige, sollte daher auf Eistee verzichten und am besten Wasser trinken, zum Beispiel mit Zitronensaft gemischt. Denn Zitronensäure verhindere das Wachstum der Nierensteine, erläutert Wesiack.

Auf Lebensmittel mit Oxalsäure verzichten

Wer auf Lebensmittel mit Oxalsäure verzichtet, verringert laut Wesiack das Risiko, Nierensteine zu bekommen. Zu diesen Lebensmitteln gehören zum Beispiel Spinat, Schokolade, Rhabarber und Nüsse. Eine gute Alternative sind kalziumreiche Produkte wie Milch, Quark, Joghurt, Käse und Kartoffeln. Kalzium verringert im Darm die Aufnahme von Oxalat. Der Internist rät zudem, viel Kochsalz und Fett zu vermeiden, da Übergewicht ebenfalls ein Grund für Nierensteine sein könne. Außerdem empfehlen Experten eine gesunde Ernährung mit viel Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sowie wenig Fleisch.

Zu wenig Flüssigkeit ist häufigste Ursache

Die Ursachen für Nierensteinbildung sind vielfältig. Erbliche Faktoren sowie Stoffwechselstörungen spielen oft eine Rolle. Aber auch Harnwegsinfekte und Harnabflussstörungen begünstigen die Bildung der Steine. Weitere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel und eine fettreiche Ernährung. Menschen, die schon einmal eine Nierenkolik hatten, sind besonders gefährdet, immer wieder Harnsteine zu bilden. Etwa die Hälfte erkrankt erneut. Auch übergewichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko zur Nierensteinbildung. Die häufigste Ursache für die Bildung ist jedoch laut Wesiack eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Ausreichendes Trinken kann daher die Steinbildung zumindest erschweren. Männer über 40 Jahren haben den Angaben zufolge ein vierfach höheres Risiko als Frauen. Wobei bei diesen die Gefahr ab der Menopause aufgrund des niedrigen Östrogenspiegels steigt.

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