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Magersucht: Ärzte warnen vor Sportlermagersucht

Magersucht bei Sportlern ist weit verbreitet

14.08.2012, 11:11 Uhr | stw

Magersucht: Ärzte warnen vor Sportlermagersucht. Immer mehr Athleten leiden unter Sportlermagersucht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ärzte warnen vor Magersucht bei Sportlern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Olympia waren sie wieder zu sehen, die durchtrainierten und schlanken Körper der Athleten. Doch nicht alle Sportler gehen mit ihrem Körper gesund um. Viele hungern sich zum Erfolg und es kann zu einer gefährlichen Essstörung kommen. Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) warnen daher vor der Sportlermagersucht.

Ästhetische Aspekte spielen eine wichtige Rolle

Anorexia athletica wird die Krankheit genannt, an der immer mehr Sportler leiden. Die Sportlermagersucht ist vor allem beim Turnen, der Rhythmischen Sportgymnastik, dem Synchronschwimmen, aber auch beim Ausdauersport weit verbreitet - alles Sportarten, bei denen ästhetische Aspekte eine wichtige Rolle spielen. "In manchen Sportarten weisen bis zu 80 Prozent der Top-Athleten eine Sportlermagersucht auf", sagte Birgit Friedmann-Bette, Sportmedizinerin am Uniklinikum Heidelberg, gegenüber Pressetext.

Knochen und Hormone sind betroffen

Viele Sportler hungern für den Erfolg und setzen ihrem Körper damit einem großen Gesundheitsrisikos aus. In vielen Fällen kommt es zu einer fortschreitenden Entkalkung der Knochen. Die Knochendichte sinkt, es kommt zu Osteoporose und die Gefahr von Knochenbrüchen steigt. Nicht nur die Knochen sind betroffen, sondern auch der Hormonhaushalt. Durch ein extrem geringes Gewicht, einem Body-Mass-Index von 17,5 oder weniger, kann es zu hormonellen Störungen kommen. Die Folgen bei Sportlerinnen: Menstruationsstörungen bis hin zum Ausbleiben der Regelblutung.

Die Rückkehr zum normalen Gewicht kann einfacher sein

Die Faktoren, die zur Entstehung von Sportlermagersucht führen, sind sehr unterschiedlich. Wie bei einer normalen Magersucht, können Verunsicherungen, gegenüber dem eigenen Körper, aber auch Leistungsdruck sowie Depressionen eine Rolle spielen. Wenn ein niedriges Gewicht Vorteile bringt, kann der Sport schnell zur Sucht werden. "Die betroffenen Sportlerinnen und Sportler gehen oft ein erhebliches Energiedefizit ein und entwickeln nicht selten gravierende Essstörungen", sagt Friedmann-Bette, gegenüber Pressetext.

Therapien sind nicht einfacher als bei normaler Magersucht

"Die Anorexia athletica ist meist nicht so 'böse' wie das Vollbild einer Magersucht. Die Rückkehr zum normalen Körpergewicht und Essrhythmus gelingt den meisten nach Ende der Sportlerkarriere wieder, manchen jedoch nicht", so Friedmann-Bette. Die Therapien sind jedoch nicht einfacher, als bei einer normalen Magersucht. Vielen Betroffen wir Kalzium und Vitamin D zum Schutz der Knochen verabreicht. Sportlerinnen bekommen zusätzlich ein östrogenhaltiges Mittel.

Eltern und Trainer sollten auf Symptome achten

Prävention sei jedoch die beste Aufklärung, so Friedmann-Bette. Eltern und Trainer sollten generell auf Symptome, wie ein schwankendes Gewicht, Diäten, Stress und Zyklusstörungen achten und sofort eingreifen. Dass es auch anders geht, zeigt der deutsche Skisprungverband. Skispringer mit einem BMI unter 20,5 werden die Ski gekürzt. Weite Sprünge sind dann schwieriger. Auch in anderen Sportarten wären solche Maßnahmen denkbar und könnte Magersucht bei Sportlern verhindern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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