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Leben retten mit "Stayin' Alive" von den Bee Gees

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Erste Hilfe: Mit "Stayin' Alive" den Rhythmus halten

02.11.2012, 12:48 Uhr | amr, dpa

Leben retten mit "Stayin' Alive" von den Bee Gees. Erste Hilfe leisten mit den Bee Gees im Ohr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images//dapd)

Erste Hilfe leisten mit den Bee Gees im Ohr. (Quelle: /dapd/Thinkstock by Getty-Images)

Bei einem Notfall ist schnelles Handeln gefragt. Wenn Sie Erste Hilfe leisten müssen, singen Sie im Geist am besten den Refrain des Bee-Gees-Hits "Stayin' Alive". So ist es leichter, den richtigen Rhythmus bei der Herzdruckmassage einzuhalten. Auch bekannte Lieder wie Madonnas "Like A Prayer" oder "I'm Alive" von Celine Dion haben ein geeignetes Tempo, um einen Bewusstlosen wiederzubeleben. "Es geht darum, Bilder im Kopf zu haben, die es einem ermöglichen, auch bei großer Aufregung das Richtige zu tun", sagte Prof. Bernd W. Böttiger von der Universitätsklinik Köln. So helfe es auch, sich diese Lieder mit dem richtigen Rhythmus vorzustellen.

Songs im Rhythmus des Herzens

Die Songs müssen zwischen 100 und 120 Beats pro Minute (BPM) haben. In Studien habe sich gezeigt, dass mit der Frequenz von 100 bis 120 Druckbewegungen pro Minute oder etwa zweimal pro Sekunde der beste Blutfluss durch das nicht mehr pumpende Herzen eines Bewusstlosen erreicht werden kann, erläuterte Böttiger. Die Anzahl der Schläge pro Minute liegen bei "Stayin' Alive" und "Like A Prayer" bei 100, bei "I'm Alive" sind es 102.

Backstreet Boys und Abba zum Wiederbeleben

"Der Song 'Stayin' Alive' hat den Charme, dass der Titel reflektiert, worum es bei der Wiederbelebung geht", sagte der Sprecher des Arbeitskreises Notfallmedizin in der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. "Nicht so charmant ist 'Highway To Hell' von AC/DC, aber auch das hilft - und bei einem Hells-Angels-Mitglied wäre es vielleicht gar nicht so unpassend." Bei dem Song sind es sogar 116 BPM. Weitere Lieder, die man bei einer Herzdruckmassage im Kopf haben kann, sind "Dancing Queen" von Abba, "As Long As You Love Me" von den Backstreet Boys, Son of a "Preacher Man" von Dusty Spingfield oder "She Will Be Loved" von Maroon 5.

Ängste überwinden

Doch egal, welches Musikstück mit 100 bis 120 BPM der Ersthelfer im Kopf hat - das Wichtigste sei, dass er überhaupt hilft. "Man muss seine Ängste zur Seite legen und sich auch nicht sorgen, dass man zu tief drückt", beruhigt Böttiger. "Unsere Erfahrung zeigt sogar, dass die allermeisten den Brustkorb zu flach drücken." Mindestens fünf bis sechs Zentimeter oder ein Drittel seines Durchmessers sollte der Brustkorb in der unteren Hälfte eingedrückt werden. Das sei tiefer, als selbst Experten früher annahmen. "Das heißt: Im Zweifel muss man fester drücken, als man denkt", betonte der Mediziner. "Auch wenn's mal knackt: Ein Rippenbruch ist nicht schlimm, der heilt schnell wieder." Denn die Alternative wäre, dass der Bewusstlose stirbt.

Bereitschaft zur Ersten Hilfe muss steigen

Wenn das Herz, aus welchen Gründen auch immer, kein Blut mehr durch die Adern pumpt, stellt der Körper die Hirnfunktion ein - der Betroffene verliert das Bewusstsein. Wird er dann nicht umgehend wiederbelebt, ist sein Hirn nach fünf bis sieben Minuten unumkehrbar geschädigt. Erste Hilfe lernen könne jeder - auch jeder Schüler ab etwa der sechsten Klasse. Schätzungen zufolge ließen sich in Deutschland mindestens 10.000 Menschen vor dem plötzlichen Herztod bewahren, wenn die Bereitschaft zur Ersten Hilfe größer wäre.

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