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Norovirus: Brechdurchfall verbreitet sich schlagartig

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Hoch ansteckende Noroviren breiten sich aus

13.12.2012, 10:45 Uhr

Norovirus: Brechdurchfall verbreitet sich schlagartig. Elektronenmikroskopische Aufnahme des Norovirus aus einer Stuhlprobe. (Quelle: Robert Koch-Institut/dapd)

Elektronenmikroskopische Aufnahme des Norovirus aus einer Stuhlprobe. (Quelle: Robert Koch-Institut/dapd)

Das Norovirus zählt zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Rund sechs bis 50 Stunden nach der Infektion kommt es zu starker Übelkeit, schwallartigem Erbrechen, Bauchkrämpfen und wässrigen Durchfällen. Für eine Übertragung reichen bereits zehn winzige Viruspartikel aus. Außerdem ist das Virus extrem widerstandfähig: Es kann bis zu drei Wochen auf trockenen Gegenständen überleben und immer noch ansteckend sein.

Schnelle Verbreitung auf engem Raum

"Gerade wenn sich viele Menschen auf einem engen Raum befinden, wie zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff, gibt es keine Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen. Das Virus kann sich auf dem ganzen Schiff verbreiten", erklärt Jennifer Cannon, leitende Forscherin einer Norovirus-Untersuchung der Universität Georgia. Mit dem hoch ansteckenden Virus hatten sich zuletzt insgesamt 73 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Hotelschiffs "Bellriva" auf einer Rheintalfahrt infiziert und waren an Brechdurchfall erkrankt.

Mangelnde Hygiene in der Küche

Übertragen wird das Virus entweder durch direkten Körperkontakt, aber auch indirekt - etwa über Waschbecken, Toiletten und Türgriffe, die von Erkrankten berührt wurden. Die Forscher der Universität Georgia fanden heraus, dass die Übertragung auch oft durch mangelnde Hygiene bei der Arbeit mit Lebensmittel stattfindet. Besonders groß ist die Möglichkeit einer Infektion über Lebensmittel, die weder gekocht noch gebraten sind. Viren und Bakterien verbreiten sich schneller auf Salat, Rohkost, Obst und nicht erhitzten Speisen. Viren sind oft auch an Messern und Schneidebrettern zu finden. In der Küche ist das Spülbecken die größte Problemzone - allein auf Spüllappen tummeln sich rund 100 Millionen Mikroorganismen pro zehn Quadratzentimeter. Durch regelmäßiges Wechseln von Schwämmen und Handtüchern halten Sie Keime, Viren und Bakterien in Ihrer Küche in Schach.

Noroviren sind extrem ansteckend

Die Viren sind tückisch. Noch bis zu 14 Tage nach der Erkrankung können Betroffene andere Menschen anstecken. In Kliniken müssen Erkrankte isoliert werden, damit sich die Viren nicht weiter ausbreiten. Außerdem ist man nach einer Infektion mit dem Virus nicht immun. Es kann einen immer wieder treffen.

Viel trinken und wenig essen

Wer mit Ausscheidungen oder auch nur dem Speichel von Erkrankten in Kontakt kommt, kann innerhalb von zwei Tagen erkranken. Wen es erwischt, der sollte auf die bewährten Hausmittel gegen Übelkeit zurückgreifen: sehr wenig essen, maximal etwas Zwieback, Tee und Mineralwasser trinken. Auch Elektrolytpräparate, die dem Körper Mineralien zuführen, können helfen. Gefährlich ist die Erkrankung insbesondere für kleine Kinder und Senioren, denen der hohe Flüssigkeitsverlust besonders zu schaffen macht. Bei ihnen kann daher ein kurzer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig werden. Eine Infektion mit Noroviren kann in sehr seltenen Fällen zum Tod führen, normalerweise heilt sie jedoch folgenlos aus.

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