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Transplantationsgesetz zur Organspende: Was es aussagt

Transplantationsgesetz zur Organspende: Was es aussagt

21.03.2013, 13:24 Uhr | nk (CF)

Das überarbeitete Transplantationsgesetz (TPG) ist am 1. November 2012 in Kraft getreten. Das implizite Ziel des Gesetzgebers ist es, in der Bevölkerung die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen. Erfahren Sie hier die wichtigsten Inhalte des Gesetzes über Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Gewebe.

Regelmäßige Informationen zur freiwilligen Organspende

Organspende in Deutschland ist und bleibt freiwillig, daran ändert auch das neue Transplantationsgesetz (TPG) nichts. Allerdings sieht das neue Gesetz vor, alle Bürger dazu zu bewegen, sich bewusst für oder gegen die Organspende zu entscheiden: Paragraf 1 des TPG sieht "eine breite Aufklärung der Bevölkerung zu den Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende vor". Dokumentiert werden soll die Entscheidung jedes Einzelnen mit einem Organspendeausweis, den die gesetzlichen und privaten Krankenkassen ihren Versicherten alle zwei Jahre zur Verfügung stellen sollen.

Das Transplantationsgesetz sieht allerdings ausdrücklich weiterhin keine Verpflichtung vor, eine Entscheidung für oder gegen die Organspende zu treffen und den Ausweis auszufüllen, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrer Informationsseite "organspende-info.de". Wer sich weder für noch gegen die Organspende entscheidet, überlässt die Entscheidung im Ernstfall hinterbliebenen Verwandten, die möglichst im Sinne des Verstorbenen handeln sollen.

Transplantationsgesetz soll Vertrauen schaffen

Um Vertrauen in die Organspende zu schaffen, gibt das Transplantationsgesetz verschiedene Regelungen vor, die einerseits die Entnahme von Organen und andererseits die Vergabe an bestimmte Empfänger regeln. Bevor einem hirntoten Spender ein Organ entnommen werden darf, müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod des potenziellen Spenders feststellen. Sie sind verpflichtet, dabei den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft zu berücksichtigen sowie ihre Ergebnisse zu dokumentieren.

Um Betrug wie illegalem Organhandel vorzubeugen, sieht das TPG eine Trennung der Zuständigkeiten für die Entnahme, die Vermittlung und die Transplantation von Spenderorganen vor. Damit Vorgaben wie diese und alle gesetzlichen Pflichten eingehalten werden, ist nach Angaben der BZgA an jedem Krankenhaus die Anwesenheit von unabhängigen Transplantationsbeauftragten vorgeschrieben. Sie nehmen gleichzeitig eine Expertenposition ein und informieren Ärzte und Pflegepersonal. (Organspende: Wann darf die Organtransplantation stattfinden?)

Absicherung von Lebendorganspendern

Wer sich für eine freiwillige Lebendorganspende entscheidet, soll hierbei rechtlich abgesichert sein, berichtet die Bundesregierung in einer Pressemitteilung zur Gesetzesänderung. Das geänderte Transplantationsgesetz sieht entsprechend einen umfassenden Versicherungsschutz vor. So gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung für maximal sechs Wochen. (Organspende: Welche Organe kann man spenden?)

Wer übernimmt die Kosten?

Die Krankenkassen kommen des Weiteren nicht nur für die Behandlung an sich auf, sondern auch für die Vor- und Nachuntersuchungen, die Kosten für Anfahrten und Reha sowie das Krankengeld. Sollte es durch die Lebendorganspende zu gesundheitlichen Folgeschäden kommen, kommt hierfür künftig die Unfallversicherung auf. Die umfassende Absicherung soll ebenfalls dazu beitragen, dass sich mehr Bürger für eine Spende entscheiden. Spezifische Informationen sowie das Transplantationsgesetz im Wortlaut finden Sie auf der Informationsseite des BZgA "organspende-info.de". (Organspende im Ausland: Was Reisende beachten sollten)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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