Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Nächtlicher Harndrang muss nicht sein

Nächtlicher Harndrang  

Hinter nächtlichem Harndrang kann Herzschwäche stecken

04.06.2013, 13:38 Uhr | akl

Nächtlicher Harndrang muss nicht sein . Nächtlicher Harndrang hat viele Ursachen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nächtlicher Harndrang hat viele Ursachen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Blase drückt unangenehm, man wacht auf, geht auf Toilette - und dann ist an Einschlafen meist nicht mehr zu denken. Wer Nacht für Nacht mehrmals aufstehen muss, weiß, wie nervig und kräftezehrend das ist. Autorin Anne Freimann erklärt in ihrem Ratgeber "Wege aus der Blasenschwäche" (Schlütersche Verlagsgesellschaft), welche Ursachen dahinterstecken und was Betroffene selbst tun können.

Hinter nächtlichem Harndrang kann Herzschwäche stecken

Fast 60 Prozent aller 50- bis 59-Jährigen leiden unter nächtlichem Harndrang. Mit dem Alter nimmt das Leiden zu. Bei den über 80-Jährigen seien bereits bis zu 90 Prozent betroffen, erklärt Freimann. Die Gründe für das Leiden sind vielfältig. So kann beispielsweise eine Herzschwäche hinter den Beschwerden stecken.

"Bei einer Herzschwäche wird das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körper gepumpt, sondern staut sich in den Beinen an. Bis zu zwei Liter Flüssigkeit können sich in den Beinen ansammeln", erklärt Freimann. "Erst im Liegen kann die Flüssigkeit wieder ausgeschwemmt werden und die Nieren arbeiten auf Hochdruck. Und das führt zu der erhöhten nächtlichen Urinausscheidung", so die Autorin.

Venenschwäche und Diabetes mögliche Auslöser

Doch auch eine Venenschwäche, ein zu hoher Blutzuckerspiegel oder eine vergrößerte Prostata können dazu führen, dass die Betroffenen nicht durchschlafen. Bestimmte Medikamente, beispielsweise Blutdrucksenker, aber auch Übergewicht können ebenfalls zu dem unangenehmen Harndrang führen. "In einigen Fällen wird die Blase durch einen körpereigenen Botenstoff so stark gereizt, dass sie sich entleert. Medikamente können dies wirksam unterdrücken", erklärt Freimann.

Ursache für nächtlichen Harndrang abklären lassen

Da viele Faktoren das Leiden auslösen können, ist es wichtig, dass die Betroffenen nicht schweigen, sondern die Ursachen von einem Arzt abklären lassen. Ist der Auslöser erst einmal bekannt, können die Beschwerden gelindert und die Ursache behandelt werden. Freimann empfiehlt Betroffenen, ein Miktionstagebuch zu führen, also aufzuschreiben, wie viel sie trinken, wie häufig sie auf Toilette müssen und wie viel Urin sie abgeben. Diese Übersicht gibt dem Arzt eine erste Orientierung.

Was Betroffene selbst tun können

Doch nicht nur der Arzt kann bei der Linderung der Symptome helfen. Betroffene können selbst eine Menge tun. Im Falle einer Herzschwäche empfiehlt Freimann, die Füße tagsüber öfter mal hochzulegen, damit sich nicht so viel Wasser in den Beinen ansammelt. Bei einer Venenschwäche können Kompressionsstrümpfe helfen. Diese unterstützen die Venenklappen bei ihrer Arbeit und das Blut kann leichter aus den Beinen gepumpt werden.

Blasentraining bekämpft Harndrang

Auch Blasentraining kann den Harndrang mindern. Das Ziel der Übung ist, die Zeit zwischen den Toilettengängen zu verlängern. Hierzu wird der Harndrang für eine kurze Zeit unterdrückt. So lernt die Blase Stück für Stück, wieder größere Mengen Urin aufzunehmen, ohne dass gleich der lästige Harndrang entsteht.

Viel trinken, aber das Richtige

Auch wenn die nächtlichen Toilettengänge anstrengend sind - weniger trinken sollte man deswegen auf keinen Fall. Zwei Liter am Tag sollten es schon sein. Der Körper braucht Flüssigkeit, um richtig funktionieren zu können. Wichtiger ist vielmehr, was man trinkt. Auf Kaffee, Bier oder schwarzen Tee sollte man vor dem Schlafengehen verzichten, da sie den Harnfluss anregen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
zur Telekom
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal