Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Körperpflege: Wie sage ich meiner Kollegin, dass sie Mundgeruch hat?

Körperpflege  

Körperpflege: Wie sage ich meiner Kollegin, dass sie Mundgeruch hat?

03.07.2013, 17:28 Uhr | akl

Körperpflege: Wie sage ich meiner Kollegin, dass sie Mundgeruch hat?. Nur die wenigsten bringen es übers Herz, andere auf unangenehmen Körpergeruch anzusprechen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nur die wenigsten bringen es übers Herz, andere auf unangenehmen Körpergeruch anzusprechen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kollegin hat Mundgeruch, der Freund riecht nach Schweiß: Würden Sie die Person darauf ansprechen? Einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" zufolge, bringt es die Mehrheit nicht übers Herz, andere auf unangenehmen Körpergeruch anzusprechen - unabhängig davon, ob es gute Freunde, Kollegen oder Fremde sind. Doch während 58,7 Prozent lieber schweigen, wären 64,6 Prozent der Betroffenen froh, wenn man es ihnen sagen würde.Nur

Nicht länger schweigen

Für die Umfrage wertete die GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.034 Männern und Frauen ab 14 Jahren die Antworten aus. Wenn man sich das Ergebnis anschaut, sollte man vielleicht doch den Mut fassen, und das peinliche Thema offensiv angehen. Denn nur wenn der Betroffene davon weiß, kann er etwas ändern. Und das macht das Miteinander wieder viel angenehmer. Etwas Feingefühl ist allerdings angebracht.

Vier-Augen-Gespräch suchen

Wer den anderen ansprechen möchte, sollte das diskret tun. Wenn zehn Kollegen mit dabei sind, stellt man den Betroffenen bloß und ihm ist es sehr peinlich. Oder er fühlt sich persönlich angegriffen und es kommt zu Streit. Auch wortlos ein Deo oder eine Zahnbürste zu schenken, ist geschmacklos. Vorwürfe wie "Die riechst total schlecht" oder "Putzt du keine Zähne" sind ebenfalls fehl am Platz.

Besser ist ein Vier-Augen-Gespräch. Mit Sätzen wie: "Ich möchte dir gerne ehrlich was sagen..." oder "Ich arbeite total gerne mit dir zusammen, mir ist nur aufgefallen, dass..." kann man das Thema gut ansprechen. Zum Schluss kann man den anderen bitten, ebenfalls ehrlich zu sein, wen ihm etwas negativ aufgefallen ist. So stellt man ein Gleichgewicht her und dem anderen ist es nicht mehr ganz so peinlich. Wahrscheinlich wird er sich sogar für die Ehrlichkeit bedanken.

Schweißgeruch ist sehr unangenehm

Aber jeder kann selbst einiges tun, um solch eine peinliche Situation zu vermeiden. Wer weiß, dass er zu feuchten Achseln neigt, sollte zu einem Antitranspirant greifen, das die Schweißproduktion hemmt. Diese Deos enthalten Aluminiumsalze, welche die Schweißporen verengen und so dafür sorgen, dass die Haut unter den Armen trocken bleibt. Experten empfehlen zudem, die Antitranspirante abends vor dem Schlafengehen aufzutragen. In der Nacht sind die Schweißdrüsen weniger aktiv und die Salze können besser in die Poren eindringen und wirken. Luftige Kleidung lässt Schweiß zudem schneller verdunsten. Wer sehr stark schwitzt, sollte zu einem Arzt gehen.

Mundgeruch riecht man selbst nicht

Mundgeruch ist allerdings besonders tückisch, denn ihn kann man selbst nicht riechen. Die Nase gewöhnt sich schnell an Eigengerüche und blendet diese dann einfach aus. Wer Knoblauch gegessen hat, Zigaretten raucht oder Alkohol trinkt kann mit Zähneputzen, Zahnseide, Mundwasser und Kaugummi einiges tun, um seine Mitmenschen zu schonen. Zudem sollte einmal am Tag die Zunge gereinigt werden, denn auf ihr sammeln sich besonders viele Bakterien an.

Mundgeruch kann krankhaft sein

Der richtige Mundgeruch entsteht allerdings durch Bakterien, die Schwefel-Verbindungen ausscheiden, und riecht daher immer übel. Menschen mit Halitosis, so der Fachbegriff für Mundgeruch, sollten möglichst bald zum Zahnarzt gehen. Denn der üble Geruch ist nicht nur äußerst unangenehm, er zeigt auch an, dass etwas nicht in Ordnung ist. So kann eine Zahnfleischentzündung, ein fauler Zahn oder eine Magenerkrankung hinter den Beschwerden stecken. Wird die Ursache behandelt, hat der Betroffene meist Ruhe.

Stinkefüße müssen nicht sein

Stinkende Füße gehören ebenso zu den Düften, die unangenehm in der Nase liegen. Schwitzen geht schnell, besonders an der Fußsohle, da wir dort mehrere Millionen Schweißdrüsen haben. Zu enge, luftdichte Schuhe und Synthetiksocken lassen die Füße schnell feucht werden: Das ideale Klima für die geruchsauslösenden Keime. Besser sind Baumwollsocken und atmungsaktive Lederschuhe. Auch spezielle Fußdeos können den Geruch vorbeugen. Zudem sollte man getragene Schuhe gut lüften lassen, bevor man sie wieder trägt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal