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Sonnenstich und Hitzeschlag: Das sind die Symptome – und das hilft dagegen

Im schlimmsten Fall tödlich  

Wie erkennt man einen Hitzschlag?

24.07.2019, 16:39 Uhr | t-online.de

 (Quelle: dpa)
Hitzerekord in Deutschland? So behalten Sie einen kühlen Kopf

Die Hitze kehrt zurück mit all ihren Nebenwirkungen: Schweiß, Schlafprobleme, Sonnenbrand. Wie man das Beste aus heißen Tagen macht und sie gesund übersteht. (Quelle: dpa)

Hitze in Deutschland: So zeigt sie sich und so behalten Sie einen kühlen Kopf. (Quelle: dpa)


Bei Temperaturen von über 30 Grad kann Hitze zur Belastung werden: Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen – oder einem Hitzschlag. Wie Sie sich schützen und erste Anzeichen erkennen können.

Nicht die UV-Strahlen verursachen bei einem Sonnenstich oder Hitzschlag unangenehme Beschwerden, sondern die hohen Temperaturen. Anfangs kann das unser Körper noch durch Schwitzen ausgleichen. Wird der Körper jedoch zu lange starker Hitze ausgesetzt, gerät das natürliche Kühlsystem aus dem Takt.

Kinder und Glatzköpfige besonders gefährdet

Außerdem führt eine lange und direkte Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf zur Reizung der Hirnhaut. Der dünn oder gar nicht behaarte Kopf von Säuglingen und Kleinkindern ist deshalb extrem gefährdet. Aber auch Erwachsene mit geringem Haarwuchs oder einer Glatze reagieren auf starke Sonneneinstrahlung empfindlicher.

Doch das bedeutet nicht, dass dichtes Haar vor Sonnenstich und Hitzschlag schützt: Eine Überhitzung kann jeden ereilen, ganz besonders Menschen mit geschwächtem Kreislauf.

Sonnenstich: Symptome auf einen Blick

  • Kopf und Nacken sind deutlich gerötet
  • Körper ist optisch unauffällig
  • Nacken- und Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Erschöpfung
  • Unruhe
  • Übelkeit bis hin zu Erbrechen

Bei dem Verdacht auf einen Sonnenstich ist ein Fieberthermometer leider nutzlos: Häufig bleibt die Körpertemperatur unverändert. Hohes Fieber kann jedoch nach längerer Zeit auftreten.

Sonnenstich kann zwei Tage anhalten

Das gilt übrigens für alle Symptome des Sonnenstichs: Fühlt man sich während des Sonnenbads wohl, ist das kein Indiz dafür, dass der Körper die hohen Temperaturen auch wirklich gut verträgt.

Die Dauer eines Sonnenstichs variiert von Mensch zu Mensch. Bei den einen klingen die Symptome innerhalb weniger Stunden ab, andere hingegen leiden bis zu zwei Tage lang unter den Beschwerden. Erwachsene erholen sich meist schneller als Kinder, Babys und Senioren. Folgeschäden gibt es in der Regel nicht.

Hitzschlag: Anzeichen sofort erkennen

Der Hitzschlag ist die Steigerung des Sonnenstichs. Da der damit verbundene Kreislaufkollaps Nieren und Gehirn schädigen kann, ist ein Hitzschlag unbehandelt lebensbedrohlich. Die Symptome treten oft sehr plötzlich auf – nicht erst nach Stunden, wie es beim Sonnenstich meist der Fall ist. Neben Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen ist die Haut der Betroffenen am ganzen Körper gerötet und trocken.

Die Körpertemperatur kann beim Hitzschlag innerhalb kürzester Zeit auf 40 Grad und höher ansteigen, was für den schwachen Kreislauf von Kindern, Babys und älteren Menschen besonders gefährlich ist. Ein hoher Puls und ein niedriger Blutdruck sind dabei typische Begleiterscheinungen. Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen und Krämpfe können ebenfalls Nebenwirkungen des Hitzschlags sein.

Hitzekollaps: Was hilft?

Aber was tun bei einem Hitzschlag? Die erste Maßnahme bei Verdacht auf Überhitzung ist Kühlung. Dafür eignen sich ein nasses Bettlaken oder eine Badewanne mit kaltem Wasser. Eiskalte Duschen sollten Sie hingegen vermeiden. Sie können im Extremfall zur Bewusstlosigkeit oder zu Krampfanfällen führen. Das Zufächeln von Luft oder das Lagern im Schatten schaffen erste Abhilfe. Dabei sollten Kopf und Oberkörper leicht angehoben sein.

Warum Flüssigkeitsmangel bei Hitze so gefährlich ist

Wichtig ist darüber hinaus, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auch Flüssigkeits- und Mineralsalzverlust rufen die Symptome eines Hitzschlags hervor. Wirkt der Betroffene apathisch oder wird gar bewusstlos, sollte umgehend ein Notarzt gerufen oder ins Krankenhaus gefahren werden.

Frau trinkt aus einer Wasserflasche: An heißen Tagen benötigt der Körper umso mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. (Quelle: Getty Images/YuriyS)Frau trinkt aus einer Wasserflasche: An heißen Tagen benötigt der Körper umso mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. (Quelle: YuriyS/Getty Images)

Flüssigkeitsmangel und Sport können gefährlich werden

Durch das viele Schwitzen benötigen wir im Sommer mehr Flüssigkeit. Viele Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen sind daher auf Flüssigkeitsmangel zurückzuführen.

Auch körperliche Anstrengung kann die Temperaturregulation unseres Körpers zum Erliegen bringen. Menschen, die trotz Hitze Sport treiben, sind daher stark gefährdet. Aber auch tobende Kinder müssen ganz besonders geschützt werden. Ungelüftete Räume, in denen sich die Hitze staut, können einen Hitzschlag ebenfalls begünstigen.

Bei Hitze zwei bis drei Liter trinken

Damit es gar nicht erst zu einem Sonnenstich oder Hitzschlag kommt, lautet die Regel Nummer eins: genügend trinken. Zwei bis drei Liter am Tag sollten es mindestens sein, besser noch etwas mehr. Der optimale Durstlöscher ist Mineralwasser. Auch Fruchtschorlen oder Kräutertees liefern Flüssigkeit und Mineralstoffe. Am besten trinkt man schon, bevor der Durst auftritt.

 
Lange Sonneneinstrahlung meiden

Insbesondere Kinder und Babys, aber auch Erwachsene sollten in der Sonne immer ihren Kopf schützen. Helle Sonnenhüte sind ideal und auch ein Sonnenschirm spendet Schatten. Sonnenanbeter sollten die direkte Sonneneinstrahlung nur über einen kurzen Zeitraum genießen und regelmäßig Pausen im Schatten einlegen.

Hausmittel bei Sonnenbrand

Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, trifft die Hitze besonders direkt auf den Kopf. Daher gilt es, die Mittagssonne zu meiden. Alle, die auf ihre tägliche Bewegung nicht verzichten möchten, verlegen den Sport besser in die etwas kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • rettungsdienst.de

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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