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Deutsche Krankenhäuser haben oft nicht genug Medikamente

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Arzneimittel-Engpässe in deutschen Kliniken

11.11.2013, 17:06 Uhr | dpa

Deutsche Krankenhäuser haben oft nicht genug Medikamente. Medikamente: In deutschen Kliniken kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Lieferung.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In deutschen Kliniken kommt es immer wieder zu Engpässen bei Medikamenten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Vorstellung ist erschreckend: Ein Kranker kommt in eine Klinik und braucht dringend bestimmte Medikamente - doch diese hat die Präparate nicht vorrätig. Genau das kann Patienten in Deutschland passieren: Einem Bericht der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zufolge können Patienten nicht sicher sein, dass die Klinik die passenden Medikamente für sie hat. Die Krankenhäuser fordern nun, dass die Pharmahersteller Lieferprobleme künftig melden müssen.

Kein gleichwertiger Ersatz vorhanden

Kliniken hätten für August 18 Lieferengpässe gemeldet, heißt es in dem Sachstandsbericht der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Im Vorjahreszeitraum seien es im Schnitt noch 25 gewesen. In 39 Prozent der Fälle habe es keine gleichwertigen Alternativen gegeben, dies sei deutlich öfter gewesen als im Vorjahr. Die Probleme seien also schwerwiegender gewesen.

Kliniken schlagen Alarm

In den Blick genommen wurden 21 Krankenhausapotheken, die insgesamt 114 der rund 2.000 Kliniken in Deutschland versorgen. Vergangenes Jahr hatten die Kliniken erstmals öffentlich Alarm wegen des Problems geschlagen. Unter anderem die zeitnahe Arznei-Herstellung mit wenig Vorräten in Asien machte Probleme. Engpässe bei Krebsmitteln, Antibiotika und anderen Medikamenten gefährdeten zunehmend schwerkranke Patienten.

Hersteller melden Engpässe bisher nur freiwillig

Ende April wurde ein Register über Lieferengpässe beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingerichtet. Hersteller meldeten die Probleme aber bisher nur freiwillig. Weitere Schritte seien nötig. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum sagte dazu: "Unsere dringende Empfehlung an die Politik ist, die Registerführung der Arzneimittelengpässe von freiwillig auf verbindlich umzustellen."

Als Lieferengpass wird laut BfArM eine über zwei Wochen hinausgehende Unterbrechung einer Auslieferung bezeichnet. Das Institut nennt in seiner Liste bei den meisten einzelnen Fällen vor allem Probleme in der Herstellung als Ursache.

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