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Brustimplantate-Skandal: TÜV Rheinland haftet mit

Brustimplantate  

Gericht: TÜV haftet für geplatzte Brustimplantate

14.11.2013, 17:30 Uhr | cme, AFP

Brustimplantate-Skandal: TÜV Rheinland haftet mit. Die französische Firma PIP füllte Brustimplantate mit "hausgemachtem Gel" anstelle von Silikon.  (Quelle: dpa)

Die französische Firma PIP füllte Brustimplantate mit "hausgemachtem Gel" anstelle von Silikon. (Quelle: dpa)

Im weltweiten Skandal um Billig-Brustimplantate der französischen Firma PIP ist dem deutschen TÜV Rheinland am Donnerstag eine Mitschuld zugewiesen worden. Das Handelsgericht im südfranzösischen Toulon entschied am Donnerstag, dass der TÜV in dem Skandal haftbar sei, weil er "seine Kontroll- und Aufsichtspflichten vernachlässigt" habe. Deshalb müsse der TÜV für "den Schaden der Importeure und Opfer" aufkommen.

TÜV hatte fehlerhafte Implantate zertifiziert

Sechs Händler und mehr als 1600 betroffene Frauen hatten einen Schadenersatz von insgesamt mehr als 50 Millionen Euro vom TÜV Rheinland verlangt und ihm Nachlässigkeit bei der Kontrolle der Firma PIP vorgeworfen. Der TÜV hatte die PIP-Produkte ursprünglich europaweit zertifiziert und seinerseits Strafanzeige gegen PIP gestellt. Der TÜV sei von der Firma "nachweislich, umfassend und fortgesetzt getäuscht worden", weil sie Änderungen an der Silikonart nicht mitgeteilt habe. Sein Zertifikat hatte der TÜV Rheinland bereits nach Bekanntwerden der Fehler im März 2010 ausgesetzt.

"Hausgemachtes Gel" statt Silikon-Gel eingesetzt

Im Jahr 2011 hatte der Skandal um die fehlerhaften Brustimplantate für Schlagzeilen gesorgt. Französische Behörden hatten festgestellt, dass die meisten der seit 2001 hergestellten PIP-Brustimplantate nicht mit dem vorgesehenen Silikon-Gel gefüllt waren. Stattdessen hatte die Firma ein "hausgemachtes Gel" verwendet. Auch in Deutschland warnte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor PIP-Produkten. 19 Fälle von Rissen in diesen Implantaten seien bekannt geworden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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