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Ratgeber "Darm mit Charme" beantwortet Fragen zur Verdauung

Ratgeber "Darm mit Charme"  

Spannende Fakten rund um das "Geschäft"

19.03.2014, 14:58 Uhr | akl

Ratgeber "Darm mit Charme" beantwortet Fragen zur Verdauung. Themen rund ums stille Örtchen gehören in unserer Gesellschaft zu den Tabus. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Verdauung, Blähungen oder Durchfall: Themen rund ums stille Örtchen gehören in unserer Gesellschaft zu den Tabus. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie geht kacken - und sitze ich richtig auf dem Klo? Fragen, die sich sonst keiner zu stellen traut, beantwortet Darmexpertin und Buchautorin Giulia Enders in ihrem Ratgeber "Darm mit Charme" (Ullstein Buchverlag) völlig ohne rot zu werden. Das Thema betrifft uns alle, sagt sie. Und mit ihm eben auch Verdauung, Blähungen und Verstopfung. Wir haben einige spannende Fakten zusammengetragen.

Enders ist überzeugt davon, dass wir endlich damit aufhören sollten, uns für unsere Verdauung zu schämen und startet ihr Buch ganz schamlos mit der Frage "Wie geht kacken?". Das Fazit: Unser Klogang ist eine wahre Meisterleistung. "Zwei Nervensysteme arbeiten gewissermaßen zusammen, um unseren Müll so diskret und hygienisch wie möglich zu entsorgen." Unser Körper habe hierzu allerlei Vorrichtungen eingebaut und Tricks entwickelt, damit das "Geschäft" nicht in "Tante Bertas Wohnzimmer landet". Besonders ausgetüftelt seien unsere Schließmechanismen.

Testhappen für das Gehirn

Ein Stück hinter dem äußeren Schließmuskel sitzt ein weiterer, den wir aber nicht bewusst steuern können. "So hört der äußere Schließmuskel auf das Bewusstsein und hält so dicht, wie er eben kann. Der innere Schließmuskel ist der Vertreter unserer unbewussten Innenwelt", schreibt Enders. Und diese beiden Schließmuskeln müssen zusammenarbeiten: "Wenn unsere Verdauungsreste beim inneren Schließmuskel ankommen, macht dieser reflexartig auf. Er lässt allerdings nicht einfach alles auf den äußeren Schließmuskel los, sondern erst einmal nur einen Testhappen."

Die Sensorzellen zwischen innerem und äußerem Schließmuskel analysieren dann "das gelieferte Produkt darauf, ob es fest oder gasförmig ist". Diese Informationen werden an das Gehirn weitergeleitet und es merkt: "Ich muss aufs Klo - oder nur pupsen." Das Gehirn untersucht daraufhin unsere Umwelt und schaut, ob die Situation gerade günstig ist. Wenn ja, kann es losgehen. Wenn nicht, funke es "Stopp" an den äußeren Schließmuskel und dieser ziehe sich wieder zusammen, erklärt Enders. Der innere Schließmuskel akzeptiere vorläufig diese Entscheidung und der Testhappen lande in einer Warteschleife. Später versucht der Schließmuskel dann erneut sein Glück.

Hämorriden durch falsche Klohaltung

Laut der Darmexpertin ist es wichtig, dass wir uns nicht häufig hintereinander verbieten, auf Toilette zu gehen, obwohl wir müssen - denn das schüchtert den Schließmuskel ein. Die Folge kann Verstopfung sein. Und auch die Klohaltung spiele eine bedeutende Rolle bei der erfolgreichen Entleerung, ist Enders überzeugt. So seien Hämorriden oft die Folge unserer Sitzklos und die Hocktoiletten eine wahre Entlastung für den Darm.

Eine Studie habe gezeigt, dass die Hockhaltung am ehesten unserer Anatomie entgegenkommt. "Unser Darmverschluss-Apparat ist nicht so entworfen, dass er im Sitzen die Luke vollständig öffnet. Es gibt einen Muskel, der in Sitzhaltung oder gerade auch beim Stehen den Darm wie ein Lasso umgreift und in eine Richtung zieht, sodass ein Knick entsteht." Und dieser bremse den Vorgang ab. Der Vorteil ist, dass die Schließmuskeln beim Stehen oder Sitzen wesentlich weniger Kraft aufbringen müssen, um dichtzuhalten.

Der Nachteil allerdings ist, dass man in der Sitzhaltung stärkeren Druck auf das Gewebe ausüben muss, damit der Stuhlgang kommt. In der Hocke hingegen würde der Knick am besten begradigt, weiß die Darmexpertin. "Hämorriden, Darmkrankheiten oder auch Verstopfungen gibt es fast nur in Ländern, in denen man beim Stuhlgang auf eine Art Stuhl geht." Man sollte auf der Toilette daher besser möglichst wenig Kraft aufwenden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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