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Arthroskopie: Spiegelung des Knies bringt laut Experten nichts

Arthroskopie  

Experten: Kniespiegelung bringt nichts

13.05.2014, 14:53 Uhr | AFP

Arthroskopie: Spiegelung des Knies bringt laut Experten nichts. Bei Knieproblemen wird oft arthroskopiert. Doch der Eingriff bringt offenbar wenig.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Knieproblemen wird oft arthroskopiert. Doch der Eingriff bringt offenbar wenig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kniegelenksspiegelungen haben für den Patienten keinen nachweisbaren Nutzen. Zu diesem Schluss kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht. Die sogenannte Arthroskopie, die mit zu den häufigsten Operationen in Deutschland gehört, ist seit längerem umstritten.

Bei dieser Methode wird eine Sonde in das Kniegelenk eingeführt, um es zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. In der Regel wird es mit einer Kochsalzlösung gespült, manchmal wird auch krankhaftes Knorpelgewebe auf diese Weise behandelt. Das soll Beschwerden wie Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.

"Kein Vorteil für Patienten"

Die Therapie hat laut dem Institut im Vergleich zu anderen Eingriffen oder auch Scheinoperationen sowie im Vergleich zu einer Krankengymnastik keinen Vorteil für den Patienten. Lediglich das Spritzen von in der Nebennierenrinde gebildeten Glukokortikoiden in das Kniegelenk schnitt demnach noch schlechter ab. Damit bestätigten die Experten ihren vorläufigen Bericht vom vergangenen Jahr. In das Ergebnis flossen insgesamt elf Studien mit zusammen über tausend Patienten ein.

Mehr Frauen als Männer betroffen

Die Kniegelenk-Arthrose ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die mit Schmerzen und verminderter Beweglichkeit einhergeht. Alltägliche Aktivitäten wie das Treppensteigen fallen vielen Betroffenen immer schwerer. In Deutschland erkranken rund 17 Prozent aller Männer und 27 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens an Arthrose, vorwiegend in den Hüftgelenken und Kniegelenken. Zu den Risikofaktoren gehören neben Alter und Geschlecht auch genetische Faktoren und Übergewicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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