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Hautausschläge: Kann das iPad schuld daran sein?

Unter Allergieverdacht  

Verursacht das iPad Hautausschläge?

14.07.2014, 12:58 Uhr | RS, AP

Hautausschläge: Kann das iPad schuld daran sein?. Das iPad der Firma Apple steht im Verdacht Hautausschläge auslösen zu können. (Quelle: dpa)

Das iPad der Firma Apple steht im Verdacht Hautausschläge auslösen zu können. (Quelle: dpa)

Das iPad steht unter Allergieverdacht. Der weltweit beliebte Tablet-Computer könnte Spuren von Nickel enthalten und deshalb bei Gebrauch Hautausschläge auslösen. Dies legen jüngste Studien nahe. Die Zeitschrift "Pediatrics" berichtete über den Fall eines elfjährigen Jungen, der wegen eines Ausschlags am ganzen Körper in einer Klinik in San Diego behandelt wurde.

Bei dem Kind wurde dabei eine Nickel-Allergie festgestellt, die die Ärzte mit dem 2010 gekauften iPad der Familie in Verbindung brachten. Denn bei Tests des Gehäuses wurde ein chemischer Bestandteil des hochallergenen Metalls entdeckt.Der Junge hatte das Gerät täglich benutzt, wie die Dermatologin Sharon Jacob berichtete, die den Artikel mit verfasst hat. Dem Patienten ging es besser, nachdem das Tablet in einer Schutzhülle verpackt worden war.

Es ist allerdings unklar, ob alle iPad-Modelle und auch andere Apple-Produkte Nickel enthalten. Apple-Sprecher Chris Gaither sagte, das Unternehmen wolle keinen Kommentar abgeben.

Nickelausschläge können sehr unangenehm sein

Nickel-Ausschläge sind nicht lebensbedrohlich. Doch können sie sehr unangenehm sein und eine Behandlung mit Steroiden oder Antibiotika nötig machen, falls die Pickel sich entzünden. Der Kontakt mit dem Allergen löst meist Rötungen, juckenden Ausschlag und Schwellungen an der betroffenen Stelle aus. Auch Modeschmuck, Brillengestelle und Reißverschlüsse können Nickel enthalten und Allergien auslösen.

Jeder Vierte hat eine Nickelallergie

Nach Erkenntnissen der Ärztin werden Nickel-Allergien häufiger oder sie werden inzwischen häufiger erkannt. Rund zehn Millionen Frauen und Männer reagieren in Deutschland auf Nickel allergisch. In den USA wird sogar bei jedem vierten Kind, das auf Allergien getestet wird, eine Nickel-Unverträglichkeit entdeckt. Vor zehn Jahren waren es 17 Prozent, wie Jacob sagte. Ärzte sollten auf der Suche nach Ursachen auch elektronische Geräte in Betracht ziehen, fügte sie hinzu.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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