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Wespenstich - was tun? Wenn der Wespenstich zur Lebensgefahr wird

Insektenstiche  

Wann der Wespenstich zur Lebensgefahr wird

14.08.2014, 13:10 Uhr | dpa , t-online.de

Wespenstich - was tun? Wenn der Wespenstich zur Lebensgefahr wird. Wespen fliegen auf süßes Obst. (Quelle: dpa/Bodo Marks)

Wespen fliegen auf süßes Obst. (Quelle: dpa/Bodo Marks)

Viele Menschen geraten in Panik, wenn eine Wespe um ihren Kopf schwirrt. Sie haben Angst vor einem Stich und einer schmerzhaften Schwellung. Bei der richtigen Behandlung klingen die Beschwerden jedoch in der Regel schnell wieder ab. Anders sieht es bei einer Allergie auf das Insektengift aus. Dann kann ein Wespenstich auch lebensgefährlich werden: Es droht ein allergischer Schock.

Bei einer leichten Schwellung um den Stich herum müssen sich Betroffene zunächst keine Sorgen machen und können den Stich selbst behandeln. Traditionelle Hausmittel wie die Zwiebel oder Weinessig helfen dabei nur in geringem Maße.

Wichtiger sei es, den Stich intensiv zu kühlen, um das Entzündungsausmaß zu verringern, erklärt Julia Hölker vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Das geht zum Beispiel mit einem Coolpack aus dem Gefrierfach. Anschließend können Gestochene antihistamin- oder leicht kortisonhaltige Salben anwenden.

Bei diesen Symptomen den Rettungsdienst rufen

Weitet sich die Schwellung auf mehr als zehn Zentimeter um den Stich herum aus, sollten sie einen Arzt aufsuchen, da es sich um erste Anzeichen einer allergischen Reaktion handeln könnte. Treten weitere Symptome wie Zungenbrennen, Juckreiz, Atemnot, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen oder Angst auf, hat die Person einen allergischen Schock erlitten. Helfer sollten sofort den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 alarmieren, um die Gefahr eines tödlichen Herz-Kreislauf-Stillstandes auszuschließen, rät das Deutsche Rote Kreuz. Bis der Rettungsdienst eintrifft, müssen Begleiter Erste Hilfe leisten.

Stachel entfernen und Schocklagerung

Zunächst sollten sie den Stachel entfernen. Dazu eignen sich die Fingernägel oder eine Pinzette, um kein restliches Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle zu drücken. Anschließend bringen Helfer den Betroffenen entweder in eine Schocklagerung, in der seine Beine hoch liegen und er warm gehalten wird, oder in eine das Atmen erleichternde Haltung. Bei Bewusstlosigkeit sollten sie den Gestochenen in die stabile Seitenlage bringen. Falls er nicht mehr atmet, müssen Helfer mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.

Gefährlich: Stiche im Mundbereich

Bei einem Stich im Mund- und Rachenraum kann es zu Schwellungen der Schleimhäute und der Zunge kommen. Dadurch können sich die Atemwege verengen oder verschließen. Deshalb sollten Begleiter auch in diesem Fall sofort den Rettungsdienst rufen. Außerdem ist es wichtig, von innen und außen zu kühlen. Dazu eignen sich Eiswürfel und Speiseeis sowie kalte Umschläge um den Hals.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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