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Alzheimer-Vorbeugung: Gehirn baut im Schlaf Schadstoffe ab

Alzheimer-Vorbeugung  

Gehirn baut im Schlaf Schadstoffe ab

13.09.2014, 10:06 Uhr
Alzheimer-Vorbeugung: Gehirn baut im Schlaf Schadstoffe ab. Alzheimer: Wer ausreichend schläft, schützt sein Gehirn.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer ausreichend schläft, schützt sein Gehirn. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schlafmangel erhöht das Risiko an Alzheimer zu erkranken, darauf weisen immer mehr Studien hin. Nun haben niederländische Forscher den dahinter liegenden Mechanismus entschlüsselt. Im Schlaf baut das Gehirn offenbar schädliche Substanzen ab, die sich ansonsten dort ablagern und so zu Alzheimer führen können.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei eine Substanz namens Beta-Amyloid. Sie wird im normalen Stoffwechsel kontinuierlich gebildet und hat eine wichtige Funktion bei der Informationsverarbeitung. Im Gehirn von Alzheimer-Patienten finden sich große Mengen an Amyloid-Ablagerungen - die so genannten senilen Plaques. Ob die Amyloide bei Alzheimer vermehrt gebildet oder schlechter abgebaut werden, war bislang nicht ganz klar.

Im Schlaf sinkt der Wert an Beta-Amyloiden

Die Wissenschaftler um Dr. Sharon Ooms von der Universität in Nijmegen bestimmten bei 26 gesunden Probanden im Durchschnittsalter von 50 Jahren die Konzentration von Beta-Amyloid in der Hirnflüssigkeit. Dazu legten sie den Teilnehmern einen Katheter, mit dem sie die Hirnflüssigkeit entnehmen konnten, wie sie im Fachmagazin "JAMA Neurology" berichten.

Die Hälfte der Probanden durfte nun schlafen wie gewohnt, die anderen sollten in der Nacht wachbleiben. Abends und morgens wurde jeweils dreimal die Amyloid-Konzentration im Gehirn gemessen. Dabei zeigte sich, dass die Werte bei den Normalschläfern im Laufe der Nacht deutlich sanken und morgens um zehn etwa die niedrigsten Werte erreichten.

Schlafentzug bremst Abbau schädlicher Substanzen

Anders bei den Probanden, die aufs Schlafen verzichtet hatten. Bei ihnen waren die Amyloid-Werte morgens nicht so deutlich verringert. Die Forscher schließen daraus, dass Schlafmangel den Abbau der schädlichen Substanz im Gehirn verhindern. Diese Beobachtung deckt sich mit Ergebnissen aus Tierversuchen.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Studie nicht beweise, dass chronischer Schlafmangel das Demenzrisiko erhöht. Lediglich der Zusammenhang zwischen ausreichendem Schlaf und dem Abbau der Amyloide sei erkennbar.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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