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COPD: Chronische Lungenkrankheit ist oft mit Depressionen verbunden

Lungenkrankheit  

Bei COPD kann eine Depression die Behandlung beeinträchtigen

22.08.2016, 10:24 Uhr | ag/cme, t-online.de, dpa

COPD: Chronische Lungenkrankheit ist oft mit Depressionen verbunden. Hinter Husten nach dem Aufstehen steckt bei Rauchern häufig die Lungenkrankheit COPD. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hinter Husten nach dem Aufstehen steckt bei Rauchern häufig die Lungenkrankheit COPD. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gerade erst aufgestanden und schon meldet sich ein hartnäckiger HustenRaucher sind diese Situation gewohnt. Doch was leichtfertig als Raucherhusten abgetan wird, deutet häufig auf die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) hin. Nicht selten geht die Krankheit, die mittlerweile dritthäufigste Todesursache in Deutschland ist, mit Depressionen einher. 

Das wiederum beeinträchtigt auch die Therapie der Lungenerkrankung. "Depressionen sind ein Risikofaktor, der die zuverlässige Einnahme von entzündungshemmenden und bronchienerweiternden COPD-Medikamenten gefährdet", sagt Andreas Hellmann, Vorsitzende des Bundesverbands der Pneumologen (BdP).

Patienten können vorbeugen 

Um einer Depression bei COPD-Patienten vorzubeugen, seien Reha-Programme, Lungensport, Selbsthilfegruppen und Gespräche mit Experten sinnvoll. "Betroffene sollten sich aktiv Unterstützung holen und sich nicht scheuen, ihren Arzt offen anzusprechen, wenn sie bemerken, dass depressive Gedanken, Sorgen und Ängste Überhand nehmen“, rät Hellmann.

COPD: Kurzatmigkeit und Schleimbildung sind typisch

Viele Patienten wissen zu wenig über COPD, an der in Deutschland rund jeder siebte Erwachsene über 40 leidet. Typische Warnzeichen werden deshalb oft falsch gedeutet. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät vor allem Risikopatienten, sich regelmäßig untersuchen lassen.

Die Krankheit  wird oft erst erkannt, wenn die Lunge bereits deutlichen Schaden genommen hat und starke Beschwerden verursacht. Zu Beginn äußert sich die Erkrankung durch die sogenannten "AHA"-Symptome: Auswurf (abgehusteter Schleim aus den Atemwegen), Husten - besonders am frühen Morgen - und Atemnot. Letztere tritt zunächst nur unter körperlicher Belastung auf, weshalb sie leicht ignoriert wird. Betroffene zeigen sich dann meist träge und meiden körperliche Bewegung.

Unbehandelt drohen lebensbedrohliche Schübe

"In einem späteren Stadium kommt es häufig zu erheblichen Leistungsminderungen und lebensbedrohlichen Krankheitsschüben", warnt die BZgA. Betroffene sind dann auch in Ruhephasen kurzatmig. Da sich die Krankheit schleichend entwickelt, ist sie besonders tückisch. Wer die "AHA"-Symptome bei sich beobachtet, sollte deshalb nicht zu lange mit dem Arztbesuch warten. 

Behandlung nur begrenzt möglich

"Tabakkonsum ist das Risiko Nummer Eins für eine Erkrankung an COPD", erklärt die BZgA. Etwa neun von zehn COPD-Patienten sind Raucher, doch die Krankheit entsteht auch durch andere länger andauernden Reizungen der Lunge. So sind auch Menschen besonders gefährdet, die passiv rauchen, mit Gasen und Schadstoffen am Arbeitsplatz konfrontiert werden oder Staub einatmen. Auch wer erblich dazu veranlagt ist oder Atemwegserkrankungen im Kindesalter hatte, neigt verstärkt zu COPD. 

COPD ist behandelbar, aber nicht heilbar

COPD ist nicht heilbar. Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Laut der BZgA müssen Raucher den ersten Schritt selbst gehen und ihren Tabakkonsum einstellen. Damit verhindern Patienten nicht nur das Fortschreiten ihrer eigenen Krankheit, sondern schützen auch ihre Mitmenschen vor dem Passivrauchen. Ärzte unterstützen die Therapie mit so genannten Bronchodilatatoren. Sie helfen, die Bronchien zu erweitern.

COPD-Patienten spüren bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung: Nachdem das Rauchen aufgegeben wurde, verringert sich in der Regel die Menge des Auswurfes und die Lungenfunktion verbessert sich. Langfristig erhöhen sich auch wieder die Lebenserwartung und die Lebensqualität. Bei schweren COPD-Verläufen raten Mediziner, zusätzlich Kortisonpräparate zu inhalieren. Bringen die Therapien keine Besserung, hilft nur noch eine Lungentransplantation.

Lungenfunktion regelmäßig testen

Die wichtigste Maßnahme, um COPD vorzubeugen ist es, nicht zu rauchen. Für Risikogruppen gibt es Maßnahmen zur Früherkennung. Hierzu gehört beispielsweise, alle ein bis zwei Jahre die Lungenfunktion testen zu lassen. Die Praxis zeigt allerdings, dass diese Möglichkeit noch immer viel zu wenig genutzt wird. Viele Raucher haben ein schlechtes Gewissen und meiden deshalb das Urteil eines Arztes. Die gratis angebotenen Lungenfunktionstests nutzen eher Nichtraucher, um ihre intakte Lunge zu bestätigen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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