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Österreich: Patient stirbt wegen Medikamentenverwechslung

Österreich  

Patient stirbt wegen Medikamentenverwechslung

13.10.2017, 07:29 Uhr | cch, t-online.de

Österreich: Patient stirbt wegen Medikamentenverwechslung. In einem Krankenhaus in Österreich ist ein Patient gestorben, weil ihm eine falsche Infusion verabreicht worden war. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/sudok1)

In einem Krankenhaus in Österreich ist ein Patient gestorben, weil ihm eine falsche Infusion verabreicht worden war. (Quelle: Symbolbild/sudok1/Thinkstock by Getty-Images)

In Österreich ist ein 61-jähriger Mann gestorben, weil im Krankenhaus zwei Medikamente verwechselt worden sind. Der Patient erhielt die falsche Infusion, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Und er war nicht der einzige.

Falsche Infusion: Mann stirbt an Folgeschäden

Der Mitteilung zufolge ist der 61-Jährige Anfang Oktober an den Folgeschäden, die das falsche Medikament auslöste, gestorben. Er hatte im Landeskrankenhaus Kirchdorf in Österreich statt einer Kalium/Magnesium "spezial"-Infusion eine Calciumchlorid-Magnesiumchlorid-Infusion bekommen.

Der Patient war wegen Vorhofflimmern in das Krankenhaus eingeliefert worden. Da der Laborbefund einen Mangel an Kalium aufwies, wurde eine entsprechende Infusion angewiesen.

Ein Pfleger startete daraufhin die Infusion. Währenddessen klagte der Patient über Brennen im Mund, im Gesicht und an beiden Händen. Seine Herzfrequenz nahm zu. Das Krankenhauspersonal ging davon aus, dass es sich dabei um eine allergische Reaktion auf ein anderes, ihm ebenfalls verabreichtes Medikament handelte. Die Calciumchlorid-Magnesiumchlorid-Infusion wurde ihm vollständig verabreicht.

Medikamentenverwechslung: weitere Verdachtsfälle

Im Anschluss wurden bei dem Patienten erhöhte Kalziumwerte nachgewiesen. Recherchen ergaben schließlich die Medikamentenverwechslung. Trotz weiterer Therapien wurde später bei dem Patienten ein beginnendes akutes Nierenversagen festgestellt. Der Mann wurde in eine Spezialabteilung nach Wien verlegt. Dort starb er einen Tag später.

Bei einer weiteren Patientin, die ebenfalls mit dem Medikament behandelt worden ist, sei nicht auszuschließen, dass sie daran gestorben ist, heißt es in der Pressemeldung. Und weiter: "Interne Recherchen lassen nicht ausschließen, dass auch zwei weitere Patienten von derselben Medikamentenverwechslung betroffen sind, jedoch keine gesundheitlichen Folgeschäden davongetragen haben." Die Staatsanwaltschaft Steyr wird die Ermittlung einleiten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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