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Gesundheit: Was gegen die "Sommergrippe" hilft

Gesundheit  

Was gegen die "Sommergrippe" hilft

18.07.2018, 09:45 Uhr | dpa

Gesundheit: Was gegen die "Sommergrippe" hilft. Im Sommer ist es besonders nervig, mit Fieber und Kopfweh im Bett auszuharren.

Im Sommer ist es besonders nervig, mit Fieber und Kopfweh im Bett auszuharren. Hat einen die Erkältung erwischt, ist es besser den Infekt richtig auszukurieren. Foto: Daniel Modjesch. (Quelle: dpa)

Münster (dpa/tmn) - Die Nase läuft, der Hals kratzt: keine guten Voraussetzungen, um den Tag auf der Sonnenliege oder im Park zu verbringen. Auch im Sommer verbreiten sich grippale Infekte, wenn auch nicht so häufig wie in der kalten Jahreszeit.

Immerhin handelt es sich dabei nur selten um eine ernste Erkrankung - und das richtige Verhalten kann das Risiko einer Infektion verringern.

Auch wenn häufig von einer "Sommergrippe" die Rede ist: Medizinisch korrekt ist dieser Begriff nicht. "Im Volksmund ist damit ein grippaler Infekt gemeint, der in den Sommermonaten auftritt", erklärt Arndt Möllers, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde aus Münster. "Dieser ist jedoch nicht zu verwechseln mit einer echten Grippe, der Influenza."

Stecken sich Menschen mit einem grippalen Infekt an, sind die Symptome deutlich milder als bei einer Influenza: "Bei einer sogenannten Sommergrippe kommt es oft schrittweise zu Husten, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen und einer laufenden Nase, was nach wenigen Tagen nachlässt", sagt Möllers. Bei einer echten Grippe hingegen seien Patienten schlagartig richtig krank mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

Die Infektionswege sind indes die gleichen: "Eine Sommergrippe verbreitet sich ebenfalls über eine sogenannte Tröpfcheninfektion", sagt Möllers. Auch durch die Bedingungen in Flugzeugen steigt das Infektionsrisiko: Hier sind viele Personen auf engem Raum zusammen, oft ist es durch Klimaanlagen sehr kühl. Die Luft ist zusätzlich trocken, was zu einer eingeschränkten Durchblutung der Schleimhäute führt. All diese Faktoren begünstigen eine Erkältung - im schlimmsten Fall ausgerechnet auf dem Weg in den Urlaub.

Wie lange der Infekt im Sommer anhält, ist unterschiedlich. "Meistens ist man nach einer Woche wieder fit", sagt Prof. Erika Baum, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Die größte Gefahr, andere Menschen anzustecken, besteht der Medizinerin zufolge kurz vor Ausbruch des Infekts und in den ersten Tagen, in denen die Symptome spürbar sind.

Wer einer Ansteckung vorbeugen will, dem empfiehlt Baum eine bewusste und gesunde Lebensführung: "Verzicht auf Genussgifte wie Rauchen oder hohen Alkoholkonsum, dazu ausreichend Schlaf und erfolgreiche Stressbewältigung." Außerdem können nasse Füße - vor allem wenn es kühler ist - und Zugluft den Ausbruch eines Infekts begünstigen.

Wie im Winter ist es ratsam, regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen und Orte, an denen sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten, möglichst zu meiden: also lieber mal aufs Rad setzen anstatt Bus und Bahn zu nehmen. Denn auch Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und beugt somit Infekten vor.

"Bei der Ernährung ist es wichtig, besonders viel zu trinken", empfiehlt Frank Herfurth aus dem Vorstand des Verbandes Unabhängiger Heilpraktiker. Außerdem unterstützen viel frisches Obst und Gemüse die Abwehrkräfte.

Wer sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen angesteckt hat, sollte sich in erster Linie schonen. Genau wie zur Vorbeugung der Sommergrippe gilt auch nach dem Ausbruch des Infekts: viel trinken. Und auch wenn es verlockend ist und im ersten Moment erfrischend wirkt: Es sollten keine Getränke sein, die direkt aus dem Kühlschrank kommen oder mit Eiswürfeln heruntergekühlt werden. "Der Körper muss dann die Flüssigkeit im Magen erst auf Körpertemperatur bringen", sagt Herfurth. "Dabei verbraucht er Energie, die dem Immunsystem verloren geht."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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