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Ständiger Harndrang: Blasenschmerzsyndrom bleibt häufig unerkannt

Ständiger Harndrang  

Blasenschmerzsyndrom bleibt häufig unerkannt

15.10.2018, 15:54 Uhr | dpa

Ständiger Harndrang: Blasenschmerzsyndrom bleibt häufig unerkannt. Beim Blasenschmerzsyndrom reizt der Urin ständig die Blasenwand.

Beim Blasenschmerzsyndrom reizt der Urin ständig die Blasenwand. Wurde die Erkrankung richtig erkannt, gibt es aber Hilfe für die Patienten. Foto: Christin Klose. (Quelle: dpa)

Baierbrunn (dpa/tmn) - Unterleibsschmerzen, ständiger Harndrang, vor allem nachts: Die Symptome eines Blasenschmerzsyndroms ähneln denen einer Blasenentzündung. Antibiotika bleiben jedoch wirkungslos.

Die interstitielle Cystitis (IC) wird nicht durch Bakterien, sondern durch eine Schädigung der inneren Schutzschicht der Blase ausgelöst, heißt es in der Zeitschrift "Apotheken Umschau" (Ausgabe 8B/2018). Hören die Beschwerden nicht auf, sollten Patienten bald in ein Beckenbodenzentrum gehen, wo man sich mit IC-Patienten auskennt, rät Urologe Thomas Bschleipfer vom Klinikum Weiden in der Zeitschrift. Dort können die Ärzte mittels einer Blasenspiegelung feststellen, ob eine IC hinter den Schmerzen steckt.

Zur Behandlung kommen verschiedene Optionen infrage: Bei der Blasenspiegelung können Schleimhauteinrisse und winzige Geschwüre abgetragen werden, sofern diese vorhanden sind. In einem frühen Stadium hilft manchen Patienten ein Medikament, das eine neue Schutzschicht in der Blase aufbauen soll. Auch Antidepressiva kommen zum Einsatz. Letzter Ausweg ist eine Operation.

Manchen Patienten helfe es auch, bestimmte Nahrungsmittel wegzulassen, die entweder viel Histamin enthalten oder im Körper freisetzen wie Erdbeeren, Ananas, Tomaten, Sauerkraut, Parmesan oder Rotwein. Jeder müsse selbst ausprobieren, ob er auf Lebensmittel reagiert oder nicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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