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So können Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko senken (Anzeige)

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Bevor es zu spät ist  

So können Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko senken

14.12.2018, 10:57 Uhr | t-online.de, ron

. Mann erleidet Herzinfarkt: Der akute Myokardinfarkt, so der medizinische Fachbegriff, wird häufig unterschätzt. (Quelle: imago images/MITO)

Mann erleidet Herzinfarkt: Der akute Myokardinfarkt, so der medizinische Fachbegriff, wird häufig unterschätzt. (Quelle: MITO/imago images)

Koronare Herzkrankheiten sind die Todesursache Nummer eins. Dazu zählt auch der Herzinfarkt. Was zum Infarkt führen kann, an welchen Symptomen Sie ihn erkennen und wie Sie einem Herzinfarkt vorbeugen können, erfahren Sie hier.

Koronare Herzkrankheiten (KHK) sind Herzerkrankungen, die durch Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) entstehen. Fast drei Millionen Patienten wurden 2017 in Deutschland aufgrund von Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vollstationär im Krankenhaus behandelt.

Fragt man die Deutschen nach Krankheiten, vor denen sie sich fürchten, stehen allerdings Krebs und die Demenzerkrankung Alzheimer an erster Stelle. Das hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit gezeigt. Die Angst vor einem Herzinfarkt kommt erst auf Platz fünf. Dabei gehört gerade der akute Myokardinfarkt, so der medizinische Fachbegriff, zu den Todesursachen Nummer eins in Deutschland – und wird oft unterschätzt. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die tückische Herzerkrankung.

Was passiert bei einem Herzinfarkt?

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein oder mehrere Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, "verstopft" sind. Hierbei sterben nach kurzer Zeit Herzmuskelzellen ab – was lebensbedrohlich für den Körper ist. Denn das Pumporgan kann nicht mehr einwandfrei arbeiten.

Was sind die Ursachen eines Herzinfarkts?

Zwar kommt ein Herzinfarkt plötzlich, aber seine Vorgeschichte reicht bei den meisten Betroffenen weit zurück. So lagern sich im Laufe der Jahre an den Innenwänden der Herzkranzgefäße unter anderem Fett und Kalk ab. Diese Ablagerungen heißen Plaques und verengen schleichend die Gefäße. Damit steigt die Gefahr eines Infarkts.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Blutdruckmessung: Ein Blutdruck mit Werten von 140/90 mm Hg oder mehr steigert das Herzinfarkt-Risiko. (Quelle: imago images/Joko)Blutdruckmessung: Ein Blutdruck mit Werten von 140/90 mm Hg oder mehr steigert das Herzinfarkt-Risiko. (Quelle: Joko/imago images)

Man unterscheidet zwischen nicht beeinflussbaren und beeinflussbaren Risiken. Zu den nicht beeinflussbaren zählt eine erbliche Veranlagung. Hatten die Eltern oder Geschwister bereits einen Herzinfarkt, ist das eigene Risiko deutlich erhöht. Während Menschen gegen eine genetische Vorbelastung nichts ausrichten können, gibt es Risiken, die von der Lebensweise abhängig sind: Rauchen, krankhaft hoher Blutzucker (Diabetes mellitus), Bluthochdruck und überhöhte Cholesterinwerte.

Wie gefährlich sind erhöhte Cholesterinwerte?

Vor allem erhöhtes LDL-Cholesterin begünstigt Ablagerungen an den Innenwänden der Blutgefäße. Das führt zur Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und steigert das Herzinfarkt-Risiko. Deshalb gilt das LDL (englisch: Low Density Lipoprotein) auch als "böses" Cholesterin und es ist wichtig, den LDL-Cholesterinwert so niedrig wie möglich zu halten.

Welche Symptome zeigen einen Infarkt an?

Zu den typischen Anzeichen bei einem akuten Herzinfarkt zählen plötzlich einsetzende Brustschmerzen. Wenn diese länger als fünf Minuten andauern und bis in die Arme, zwischen die Schulterblätter, in den Oberbauch oder in Kiefer und Hals ziehen, kann ein Infarkt die Ursache sein. Weitere Symptome können ein starkes Enge- und Druckgefühl im Brustkorb sowie Atemnot sein. Bei Frauen zeigen sich die Symptome anders. Sie haben zum Beispiel Schmerzen im Oberbauch, leiden unter Übelkeit, Erbrechen oder Kurzatmigkeit.

Info
Solche Symptome – ob Mann oder Frau – sollten unbedingt ernst genommen werden, weil ein Infarkt jederzeit zu einem plötzlichen Herzstillstand führen kann.

Wie wird ein Herzinfarkt erkannt?

Elektrokardiogramm (EKG): Damit ist es nach einem Herzinfarkt möglich, die Herzstromkurve zu messen. (Quelle: imago images/photothek)Elektrokardiogramm (EKG): Damit ist es nach einem Herzinfarkt möglich, die Herzstromkurve zu messen. (Quelle: photothek/imago images)

Für eine eindeutige Diagnose untersuchen Ärzte die Herzfunktion des Patienten mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG). Dabei zeichnet ein Gerät die Herzströme auf. Mit der Darstellung der Herzstromkurve können Ärzte mehr über die genaue Lage und den Zeitpunkt des Infarktes erfahren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Nach einem überstandenen Herzinfarkt folgen die Rehabilitationsmaßnahmen, mit denen der Patient wieder in seinen Alltag zurückfinden soll. Hierzu gehört beispielsweise ein angepasstes Bewegungstraining, das in der Regel durch einen Kardiologen überwacht wird. Auch Medikamente spielen in der Nachbehandlung häufig eine wichtige Rolle, weil sie die Überlebenschancen von Herzinfarktpatienten verbessern können.

Wie können Sie einem Herzinfarkt vorbeugen?

Menschen, die auf eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung achten, können einem Herzinfarkt vorbeugen. Mit diesen Verhaltenstipps senken Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko:


  • Mit Rauchen aufhören:
    Wer das Laster aufgibt, kann sein Herzinfarkt-Risiko deutlich senken. Denn das Rauchen erhöht die Gefahr einer Herzattacke. Der Grund: Das Paffen schadet besonders den Herzkranzgefäßen, weil deren Verengung beschleunigt wird. Nichtraucher haben in der Regel ein um zehn Jahre jüngeres Gefäßalter.
  • Ernährung umstellen:
    Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich das Herz stärken. Hilfreich ist die sogenannte Mittelmeerküche. Sie enthält besonders viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Die stecken zum Beispiel in pflanzlichen Ölen und Seefisch. Tierische Fette etwa aus Fleisch- und Wurstwaren sollten dagegen seltener auf dem Speiseplan stehen.

Senioren beim Nordic Walking: Regelmäßige Bewegung hilft, einem Herzinfarkt vorzubeugen. (Quelle: imago images/Westend61)Senioren beim Nordic Walking: Regelmäßige Bewegung hilft, einem Herzinfarkt vorzubeugen. (Quelle: Westend61/imago images)

  • Regelmäßig bewegen und Sport treiben:
    Ob im Fitness-Center oder im Park: Solange Sie sich regelmäßig bewegen und Sport treiben, sinkt auch das Infarktrisiko. Empfohlen werden fünf Mal pro Woche etwa 30 Minuten. Generell eignen sich Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen, leichtes Jogging, Nordic Walking oder Skilanglauf. Wichtig: Nicht jede Sportart eignet sich für jeden Patienten. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
  • Gesundes Körpergewicht:
    Es kann einem Herzinfarkt vorbeugen. Daher ist es wichtig, überflüssige Pfunde abzubauen, zum Beispiel mit mehr Bewegung und einer kalorienarmen Ernährung.
  • Blutdruck messen:
    Übergewicht führt häufig zu Bluthochdruck (Hypertonie). Dauerhaft erhöhter Blutdruck mit Werten von 140/90 mm Hg oder mehr steigern das Herzinfarkt-Risiko. Lassen Sie deshalb regelmäßig Ihren Blutdruck beim Arzt messen.
  • Cholesterinwert überprüfen:
    Hohe Cholesterinwerte können einen Herzinfarkt verursachen. Um das Risiko zu senken, sollten Sie regelmäßig Ihren Cholesterinspiegel messen oder messen lassen und den LDL-Wert möglichst niedrig halten. Wenn das LDL-Cholesterin den Wert von 130 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) im Blut übersteigt, gilt es als zu hoch. Ab 160 mg/dl werden cholesterinsenkende Maßnahmen empfohlen.


Test: Wie hoch ist Ihr Herzinfarkt-Risiko?

Viele Menschen wissen gar nicht, dass Sie ein stark erhöhtes Risiko haben – bis es zu spät ist. Machen Sie den Test und berechnen Sie ganz einfach mit ein paar Angaben zu Ihrem Lebensstil und Vorerkrankungen Ihr individuelles Risiko.

Verwendete Quellen:
  • Statistisches Bundesamt: Die 10 häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt (2017)
  • Statistisches Bundesamt: Die 10 häufigsten Todesursachen insgesamt (2015)
  • Gesundheitsberichterstattung (GBE)
  • Studie der DAK-Gesundheit 2018
  • Deutsche Herzstiftung e. V.
  • Eigene Recherchen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen


Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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