Sie sind hier: Home > Gesundheit >

AOK-Studie: Gutverdienern wird eher Selbstzahlerleistung angeboten

AOK-Studie  

Gutverdienern wird eher Selbstzahlerleistung angeboten

26.02.2019, 17:27 Uhr | dpa

AOK-Studie: Gutverdienern wird eher Selbstzahlerleistung angeboten. Ärzte bieten IGeL-Leistungen häufiger einkommensstarken Patienten an.

Ärzte bieten IGeL-Leistungen häufiger einkommensstarken Patienten an. Dazu gehören auch verschiedene Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Foto: Karl-Josef Hildenbrand. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Niedergelassene Ärzte bieten Selbstzahlerleistungen überwiegend Versicherten mit höherem Einkommen an. 21,6 Prozent der Versicherten mit einem Haushaltseinkommen unter 2000 Euro wurden zuletzt innerhalb eines Jahres von ihrem Arzt auf sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angesprochen.

Bei Personen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen über 4000 Euro waren es laut einer neuen Umfrage 35,4 Prozent. Das teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mit.

Klaus Zok, Studienleiter des WIdO, sagte: "Ob ein Patient eine IGeL-Leistung angeboten bekommt, hängt weniger vom Alter und dem Gesundheitszustand ab als von seinem Portemonnaie." Insgesamt bekamen im vergangenen Jahr 28,9 Prozent der Versicherten eine IGeL-Leistung angeboten. Die Anteile schwankten in den vergangenen zehn Jahren zwischen 26,7 und 33,3 Prozent.

Gefragt wurden die Versicherten auch nach den Kosten der jeweiligen Angebote. Es ergab sich eine Spanne zwischen unter 10 und 1000 Euro - mit einem Mittelwert von 74 Euro. Während die Hälfte der Leistungen maximal 48 Euro kosten, werden für manche Leistungen hohe dreistellige und sogar vierstellige Beträge genannt.

Einige Befragte nannten laut dem AOK-Institut Beispiele: So zahlte eine 37-jährige Patientin auf Anraten eines HNO-Arztes 600 Euro für eine Untersuchung auf Hörsturz. Ein 33-Jähriger zahlte bei einem Allgemeinmediziner 400 Euro für die Gabe eines Medikamentes für die Darmkultur. Eine Schwangere (35 Jahre) zahlte 300 Euro für einen Test des Fötus auf Down-Syndrom und andere Erbkrankheiten bei einem Gynäkologen. Unterm Strich bringen die Leistungen den Ärzten laut der Studie rund eine Milliarde Euro pro Jahr ein.

Mit Abstand am häufigsten angeboten werden Ultraschalluntersuchungen (26,9 Prozent) - überwiegend zur Krebsfrüherkennung bei Frauen - und Leistungen im Rahmen der Glaukom-Früherkennung (18,1 Prozent). Rund 11 Prozent der Angebote entfallen auf Blutuntersuchungen und Laborleistungen sowie rund 10 Prozent auf Medikamente, Heil- und Hilfsmittel.

Krankenkassen betonen immer wieder, dass viele IGeL-Leistungen fragwürdig seien. Das AOK-Institut nannte Ultraschalluntersuchungen der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung als Beispiel. Studien hätten keinen Hinweis auf einen Nutzen gegeben. Angebote wie Reiseimpfungen seien hingegen sinnvoll.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Haushaltsgeräte von Samsung kaufen & Prämie sichern
jetzt auf otto.de
Anzeige
Dein Wunschmix: Daten, MIN/SMS wie du es brauchst
Prepaid wie ich will von congstar
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal