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Der Morgen danach: Das sagt die Wissenschaft zum Kater

Der Morgen danach  

Das sagt die Wissenschaft zum Kater

27.02.2019, 11:04 Uhr | dpa

Der Morgen danach: Das sagt die Wissenschaft zum Kater. Wer ein paar Gläser zu viel trinkt, muss mit einem Kater rechnen.

Wer ein paar Gläser zu viel trinkt, muss mit einem Kater rechnen. Wie stark die Nachwirkungen ausfallen, könnte auch mit dem Anteil chemischer Substanzen im Getränk zusammenhängen. Foto: Lino Mirgeler. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Wer an den Karnevalstagen ein paar Gläser mehr trinkt, könnte einen ungebetenen Gast bemerken: den Kater nach dem Rausch. Die Wissenschaft hat sich den Folgen des Alkoholkonsums ausgiebig gewidmet. Ein Überblick:

- In welcher Reihenfolge man trinkt, ist dem Kater egal: "Bier auf Wein, das lass' sein. Wein auf Bier, das rat' ich dir." Forscher der Universität Witten/Herdecke haben den prominenten Rat zur Katervermeidung mit einem feuchtfröhlichen Experiment als Mythos entlarvt. Ihre Erkenntnis: Für den Kater spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge man Bier und Wein in sich hineingeschüttet hat. Die Teilnehmer der Studie tranken an zwei verschiedenen Abenden zunächst nur Wein oder Bier und wechselten bei 0,5 Promille Alkohol im Blut auf das jeweils andere Getränk. Für den Morgen danach machte das keinen Unterschied. "Wir haben eindeutig gezeigt: Das Sprichwort stimmt nicht - zumindest für Weißwein und Lagerbier", sagt der Mediziner Kai Hensel, der das Experiment in Witten geleitet hat.

- Wer katert, muss kein Weichei sein: Nach einer durchzechten Nacht mit Kater aufzuwachen, ist kein Zeichen von Schwäche. Das ist das Fazit einer Befragung niederländischer Studenten, die Wissenschaftler der Universität Utrecht durchgeführt haben. Es gab keine Unterschiede beim Wohlbefinden oder der sonstigen Widerstandsfähigkeit zwischen denen, die anfällig für Kater sind und denen, die weniger unter den Folgen des Trinkens leiden. "Am Ende des Tages ist das Katerempfinden aber natürlich subjektiv, denn es ist ja eine Form von Schmerz", sagt Wissenschaftler Hensel dazu.

- Müde, durstig, unkonzentriert: Die Utrechter Alkoholforscher haben niederländische Studenten auch dazu befragt, wie sich ihr Kater äußert. Dabei kam heraus: Müdigkeit, Durst und Konzentrationsprobleme sind die Symptome, die von mehr als 95 Prozent der an Kater leidenden Befragten genannt wurden. Außerdem sehr häufig waren Kopfschmerzen und Übelkeit. Gut jeder fünfte Befragte berichtete von Angstzuständen.

- Es kommt drauf an, was drin ist: Ein Experiment US-amerikanischer Forscher zeigte: Bourbon verursacht einen heftigeren Kater als Wodka. Die Wissenschaftler führen das darauf zurück, dass Bourbon einen rund 37-fach höheren Anteil an sogenannten Kongeneren hat - das sind chemische Substanzen, die bei der Gewinnung von Alkohol entstehen.

- Roter Ginseng hilft beim Abbau von Alkohol - zumindest bei gesunden Männern in Korea: Koreanische Forscher verabreichten einer Gruppe von 25-jährigen Männern erst 100 Milliliter Whiskey und dann eine Wasserlösung mit rotem Ginseng. Eine Kontrollgruppe bekam nach dem Whiskey nur ein wirkungsloses Placebo. Bei der Ginseng-Gruppe verringerte sich der Alkoholgehalt im Blut deutlich schneller - und damit auch das Risiko eines üblen Katers.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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