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Sonnenbrand droht auch im Auto

Sonnenbrand  

Auch hinter der Scheibe droht der Sonnenbrand

22.05.2009, 16:22 Uhr | cme

UV-A-Strahlen schaden auch durchs Fenster der Haut. (Foto: T-Online) UV-A-Strahlen schaden auch durchs Fenster der Haut. (Foto: T-Online) Wer stundenlang im Büro oder im Auto sitzt, denkt nicht an Sonnenbrand und Sonnencreme - auch nicht, wenn die Sonne gnadenlos aufs Fenster brennt. Denn UV-Licht, so glauben viele, kommt nicht durch das Glas hindurch. Ein Irrtum, wie Dr. Rüdiger Greinert, Dermatologe und Leiter des Dermatologischen Zentrums Buxtehude, sagt: "Nur die aggressive UV-B-Strahlung wird von der Glasscheibe gefiltert. UV-A-Strahlen hingegen können das Fenster passieren." Ob auch im Schatten ein Sonnenbrand möglich ist oder Nachcremen tatsächlich nichts nützt - wir haben die häufigsten Mythen rund ums Sonnen entlarvt.

Sonnen-Mythen Irrtümer rund ums Sonnen
Noch mehr Irrtümer Mythen rund ums Eincremen

Auch UV-A-Strahlung schadet

Zwar gilt UV-B-Strahlung als schädlicher, doch auch UV-A-Strahlen können die Haut verbrennen. "Bei einer mehrstündigen Autofahrt kann es tatsächlich zu einem Sonnenbrand kommen", sagt Hautspezialist Rüdiger Greinert. Was viele ebenfalls nicht wissen: Auch ohne Sonnenbrand schadet zu viel Sonne der Haut, langfristig kann Hautkrebs die Folge sein. Schutz bieten eine Jalousie am Fenster oder - bei langen Autofahrten - eine Sonnencreme.

Sonnenschutz auch im Schatten?

Und wie gefährlich ist die Strahlung im Schatten? Tatsächlich gelangen UV-Strahlen auch in den Schatten, Sonnenbrände hingegen sind eher selten. Ob ein Sonnenschutz notwendig ist, hängt Dr. Greinert zufolge von der Art des Schattens ab: Hinter einem Haus oder unter einem dichten Sonnenschirm ist man relativ sicher, eine dünne Wolkendecke oder ein Blätterdach hingegen lassen eine beträchtliche Menge UV-Strahlung durch.

Schon eine leichte Rötung ist zu viel

Einer der häufigsten Irrtümer unter Sonnenanbetern ist aber der Glaube, eine leichte Rötung schade nicht. Mit dem Argument "Morgen ist das braun" wird der Schaden herunter gespielt und oftmals sogar der Aufenthalt in der Sonne fortgesetzt. "Eine leichte Rötung ist immer eine Entzündung in der Haut und eventuelle Schäden wie vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs werden erst nach 20 bis 30 Jahren sichtbar", erklärt Dr. Ulrich Shih, Facharzt für Dermatologie. Denn die Haut vergisst keinen auch noch so leichten Sonnenbrand.

Auch dunkle Hauttypen bekommen Sonnenbrand

Ein weiterer Mythos: Viele Menschen sind der Meinung, dass dunkle, schnell bräunende Hauttypen keinen Sonnenbrand bekommen. Das stimmt leider nur bedingt. "Dunkle Hauttypen haben zwar einen höheren biologischen Eigenschutz, müssen sich aber wie alle anderen Hauttypen vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen", rät Dr. Ulrich Shih. Richtig sei allerdings, dass sie mit dem gleichen Lichtschutzfaktor länger in der Sonne bleiben könnten als die helleren Hauttypen.

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