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Herz-Kreislauf-Risiko  

Warum Sie Ihren Cholesterinwert kennen sollten

03.06.2019, 11:41 Uhr | ron, t-online.de

Anzeige: Warum Sie Ihren Cholesterinwert kennen sollten. Cholesterin-Test: Ein Arzt sticht einen Patienten mit der Nadel in den Finger, um mit dem Blutstropfen den Cholesterinwert zu ermitteln. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Cholesterin-Test: Ein Arzt sticht einen Patienten mit der Nadel in den Finger, um mit dem Blutstropfen den Cholesterinwert zu ermitteln. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Ungünstige Blutfettwerte zählen zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings sind Sie der Gefahr nicht hilflos ausgeliefert, wenn Sie regelmäßig Ihre Cholesterinwerte testen lassen – zum Beispiel am "Tag des Cholesterins".

Obwohl die Messung der Blutfettwerte heute standardmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehört, kennen etwa 60 Prozent der Deutschen ihre Cholesterinwerte nicht. Das ergeben regelmäßige Umfragen der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen, der Lipid-Liga (DGFF). Und diese Ahnungslosigkeit kann gefährlich sein.

Der Grund: Erhöhte Cholesterinwerte gelten als Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt. Diese und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Im Jahr 2016 gab es rund 340.000 Sterbefälle. Werden die verantwortlichen Risikofaktoren aber frühzeitig erkannt und behandelt, kann das Leben retten.

"Gutes" und "böses" Cholesterin: Das ist der Unterschied

Die gute Nachricht vorweg: Nicht alle Blutfette sind schädlich und greifen die Gesundheit an. Die schlechte Nachricht: Viel zu wenige Menschen können bei Cholesterin aber zwischen Gut und Böse unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, alle relevanten Blutfettwerte zu kennen.

Ein Arzt klärt in einem Patientengespräch über die unterschiedlichen Blutfettwerte auf. (Quelle: imago images/Westend61)Ein Arzt klärt in einem Patientengespräch über die unterschiedlichen Blutfettwerte auf. (Quelle: Westend61/imago images)

Das sogenannte Gesamtcholesterin allein sagt nur wenig über das Gesundheitsrisiko aus. Wichtig zu wissen ist, dass zwischen zwei Formen unterschieden wird: HDL- und LDL-Cholesterin.


  • Beim HDL (englisch: High Density Lipoprotein) handelt es sich um ein Transportprotein, das überschüssiges Fett aus dem Blut zur Leber weiterleitet, in der es abgebaut wird.
  • LDL (englisch: Low Density Lipoprotein) transportiert Cholesterin, Fettsäuren oder Triglyceride (Blutfette) in die andere Richtung, also von der Leber in die verschiedenen Gewebe des Körpers.


Wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut enthalten ist, kann das zu Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße führen – mit dem Ergebnis, dass die Arterien verstopfen. LDL gilt deshalb als "böses" Cholesterin. Dagegen steht HDL für das "gute" Cholesterin, weil es die Gefäße vor Artherosklerose und ihren Folgeerkrankungen schützt.

Info
Laut der Deutschen Herzstiftung ist es besonders gefährlich, wenn das LDL-Cholesterin erhöht ist und gleichzeitig zu niedrige Werte des HDL-Cholesterins gemessen werden.

Eine fettarme Ernährung hilft, den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht zu halten und ihn nach Bedarf zu senken. Das heißt keinesfalls, dass Betroffene auf alles verzichten müssen. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt die sogenannte Mittelmeerküche oder -diät. Dazu gehören leichte Speisen, pflanzliche Öle – bevorzugt Oliven- und Rapsöl – sowie wenig rotes Fleisch.

Olivenöl: Es senkt das "böse" Cholesterin, weil es einfach ungesättigte Fettsäuren enthält. (Quelle: imago images/Photocase)Olivenöl: Es senkt das "böse" Cholesterin, weil es einfach ungesättigte Fettsäuren enthält. (Quelle: Photocase/imago images)

So viel Cholesterin pro Tag ist erlaubt

Herzspezialist Helmut Gohlke vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung empfiehlt, dass täglich nicht mehr als 250 bis 300 Milligramm (mg) Cholesterin über die Nahrung aufgenommen werden sollte. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, die Cholesterinzufuhr auf etwa 300 mg pro Tag zu begrenzen.

Lebensmittel (in 100 g) mit niedrigem Cholesteringehalt

Nahrungsmittel (in 100 g)Cholesteringehalt (in mg)
Hähnchen60
Putenbrust52
Gouda (45 % i. Tr.)50
Lachs40
Magerquark12
Pflanzenmargarine7
Cappuccino (ungezuckert)6
Milch (1,5 % Fett)4

Quelle: dpa

Putenbrustsalat: Aufgrund seines niedrigen Cholesteringehalts ist das Geflügel optimal für eine cholesterinarme Ernährung. (Quelle: imago images/Panthermedia)Putenbrustsalat: Aufgrund seines niedrigen Cholesteringehalts ist das Geflügel optimal für eine cholesterinarme Ernährung. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Diese Cholesterinspiegel gelten als empfehlenswert

Obwohl es vom Patienten und dessen Gesundheitszustand abhängt, welche LDL-C-Cholesterinwerte normal oder zu hoch sind, gibt es Richtwerte. An diesen können Sie sich orientieren:

Risikogruppe (Herz-Kreislauf-Krankheiten)LDL-C-Zielwert
Patienten mit sehr hohem Risiko (mit Herzinfarkt/Schlaganfall oder erblich bedingt)unter 70 mg/dl
Patienten mit hohem Risiko (erblich bedingt, noch keinen Herzinfarkt/Schlaganfall)unter 100 mg/dl
Patienten mit moderatem Risiko (keine Vorerkrankungen, aber mit Risikofaktoren)unter 115 mg/dl

Quelle: European Society of Cardiology (ESC) Guidelines/Angaben in Milligramm pro Deziliter Blut

Tag des Cholesterins: Blutfettwerte testen lassen

Für alle, die ihren Cholesterinspiegel nicht kennen, bietet sich am 14. Juni 2019 eine gute Gelegenheit, das zu ändern: Am "Tag des Cholesterins" können Sie bei Messaktionen in vielen Apotheken, Betrieben, Praxen und Kliniken Ihre Blutfettwerte testen lassen – und mit den Richtwerten vergleichen. Zusätzlich wird eine fachgerechte und kompetente Beratung zum Thema Cholesterin angeboten.

Info
Der "Tag des Cholesterins" wurde im Jahr 2003 von der DGFF ins Leben gerufen. Ziel ist, die Bevölkerung über die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufzuklären.

Sie möchten mehr wissen über den Zusammenhang zwischen Cholesterin und Herzinfarkt sowie Schlaganfall? Schauen Sie sich hier Video-Interviews von Betroffenen an und erfahren Sie, wie Sie mit einer gesunden Lebensweise weitgehend vorbeugen können.


Verwendete Quellen:
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
  • Statistisches Bundesamt
  • Deutsche Herzstiftung e. V.
  • European Society of Cardiology (ESC)
  • dpa – Deutsche Presse Agentur
  • Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V.
  • Eigene Recherchen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen


Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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