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Strafzahlung bei zu vielen Arztbesuchen: Kassenarzt-Chef Gassen fordert Saktionen

Arzt-Flatrate möglich?  

Anzahl der Arztbesuche soll für Patienten beschränkt werden

08.09.2019, 17:28 Uhr | dpa

Strafzahlung bei zu vielen Arztbesuchen: Kassenarzt-Chef Gassen fordert Saktionen. Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis. (Quelle: dpa/Sina Schuldt)

Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis. Foto: Sina Schuldt. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)

Wenn man krank ist, geht man zum Arzt. Allerdings suchen Patienten zunehmend auch Fachmediziner auf, wenn sie gesund sind oder um sich eine Zweit- oder Drittmeinung geben zu lassen. Diese sollen laut Kassenärzten mehr zahlen.

Die Kassenärzte in Deutschland beklagen, dass zu viele Patienten zu oft verschiedene Fachärzte aufsuchen und so unnötig Kosten verursachen.

"Es kann dauerhaft kaum jedem Patienten sanktionsfrei gestattet bleiben, jeden Arzt jeder Fachrichtung beliebig oft aufzusuchen, und oft noch zwei oder drei Ärzte derselben Fachrichtung", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Derzeit wird das nicht kontrolliert. Die Gesundheitskarte funktioniert wie eine Flatrate, und es gibt Patienten, die das gnadenlos ausnutzen."

Wahltarife für Kassenpatienten möglich

Er schlug vor, für alle Kassenpatienten Wahltarife einzuführen, um eine Steuerung zu erreichen. "Wer sich verpflichtet, sich auf einen koordinierenden Arzt zu beschränken, sollte von einem günstigeren Kassentarif profitieren. Wer jederzeit zu jedem Arzt gehen möchte, müsste mehr bezahlen." Dafür sei es höchste Zeit, und er sei sicher, es würde sehr gut angenommen.


Zugleich beklagte Gassen eine Überlastung der Rettungsstellen von Kliniken vor allem an den Wochenenden, wofür auch viele Patienten verantwortlich seien. "Dann haben sie Zeit. Und sie meinen, im Krankenhaus gibt es das Rundum-sorglos-Paket", sagte er – und fügte hinzu: "Erst zu Ikea, dann in die Notfallambulanz. Die Anspruchshaltung ist mitunter irrsinnig." Das führe dazu, dass das Personal in den Rettungsstellen keine Zeit für die wirklichen Notfälle habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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