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Ursachen, Symptome und Hilfe  

Das kann hinter plötzlichem Herzrasen stecken

15.10.2019, 10:00 Uhr | t-online.de , ron

Anzeige: Das kann hinter plötzlichem Herzrasen stecken – Ursachen, Symptome, Hilfe. Ein Mann greift sich an die Brust: Oftmals geht Herzrasen mit einem Druck im Brustkorb einher. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Ein Mann greift sich an die Brust: Oftmals geht Herzrasen mit einem Druck im Brustkorb einher. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Wenn der Puls plötzlich auf über 100 Schläge pro Minute steigt, spricht man von Herzrasen. Schuld sind oftmals Stress und Aufregung. Gefährlich wird es allerdings, wenn hinter dem Herzrasen lebensbedrohliche Erkrankungen stecken.

Jeder kennt es: Beim Sport, während des Treppensteigens oder bei Prüfungsangst beginnt auf einmal das Herz zu rasen. Doch alles halb so schlimm: In Situationen akuter körperlicher und psychischer Anstrengung ist ein vorübergehender Anstieg der Herzfrequenz normal und verschwindet meist nach kurzer Zeit wieder.

Beginnt das Herz aber plötzlich ohne erkennbaren Anlass schneller zu klopfen, sollten die Ursachen von einem Arzt unbedingt abgeklärt werden. Denn hinter einer schnelleren Herzfrequenz können ernste Krankheiten stecken, warnt die Deutsche Herzstiftung. Damit Sie wissen, wann plötzliches Herzrasen gefährlich wird und was Sie tun können, beantworten wir hier die wichtigsten Fragen.

Was bedeutet Herzrasen?

Bei gesunden Menschen schlägt das Herz in Ruhe zwischen 60- bis 90-mal pro Minute. Bei mehr als 100 Schlägen pro Minute spricht man von Herzrasen. Der medizinische Fachbegriff dafür ist Tachykardie.

Was ist der Unterschied zu Herzklopfen und Herzstolpern?

Der schnellere Herzschlag wird von den Betroffenen meist als Herzklopfen beschrieben. Der medizinische Fachbegriff hierfür lautet Palpitation. Unter Herzstolpern dagegen werden zusätzliche Herzschläge verstanden, die das Herz kurz aus dem Takt bringen können.

Was kann Herzrasen auslösen?

Körperliche Anstrengung, Aufregung, Stress, Angst, aber auch zu viel Kaffee oder Alkohol können bei gesunden Menschen zu starkem Herzklopfen führen. Zudem können Herzerkrankungen wie Herzschwäche, Bluthochdruck oder die koronare Herzkrankheit (KHK) das Herzrasen auslösen. In vielen Fällen wird der beschleunigte Herzschlag durch Vorhofflimmern ausgelöst.

Interessant ist, dass auch Krankheiten, die nicht in direkter Beziehung zum Herzen stehen, mit dem Symptom einhergehen können, zum Beispiel Diabetes mellitus (bei Unterzuckerung), eine Schilddrüsenüberfunktion, starke allergische Reaktionen, Blutvergiftungen sowie Infektionen.

Wie verläuft das Herzrasen?

Sehr unterschiedlich. Es kann von einem Augenblick zum anderen auftreten oder sich langsam steigern, über einen längeren Zeitraum anhalten oder plötzlich von selbst wieder aufhören.

Eine Frau hält sich fest: Schwindelgefühle begleiten vielmals das Herzrasen. (Symbolfoto) (Quelle: imago images/Photo Library)Eine Frau hält sich fest: Schwindelgefühle begleiten vielmals das Herzrasen. (Symbolfoto) (Quelle: Photo Library/imago images)

Welche körperlichen Symptome können auftreten?

Oftmals geht Herzrasen mit Übelkeit, Kurzatmigkeit, Schwindel und Schwächegefühl einher. Betroffene klagen aber auch über Druck auf der Brust oder im Brustkorb, Schwitzen, Zittern und Luftnot oder werden sogar bewusstlos.

Welche Arten von Herzrasen gibt es?

Mediziner unterscheiden zwischen gutartigem und bösartigem Herzrasen.

Gutartig bedeutet, dass die Attacken nicht automatisch lebensbedrohlich sind. Dazu zählen zum Beispiel sogenannte Kurzschlussverbindungen im Herzen. Nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung sind rund 100.000 Menschen in Deutschland betroffen.

Bösartig heißt, dass es sich um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen aus der rechten oder linken Herzkammer handelt. Zu den Ursachen zählen Herzinfarkte und Herzschwäche, die zu gefährlichem Kammerflimmern führen können.

Wie verhalte ich mich bei plötzlichem Herzrasen?

Bei unerwarteten Attacken sollten Sie sich erst einmal hinsetzen oder hinlegen und langsam durchatmen. Ruhiges Atmen entspannt den gesamten Körper und erhöht die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Das reduziert mögliche Panik- oder Angstattacken.

Wenn Sie in der körperlichen Verfassung sind, tasten Sie Ihren Puls oder bitten Sie eine Person, Ihren Puls zu prüfen, ob dieser schnell, regelmäßig oder unregelmäßig ist.

Info
Wenn Sie sich weiter unwohl fühlen und unsicher sind, sollten Sie unverzüglich einen Notarzt rufen. Aber auch, wenn das Herzrasen von selbst verschwindet, aber später wiederkehrt, ist eine ärztliche Untersuchung zur Abklärung der Ursachen wichtig.

Was steckt hinter meinem Herzrasen?

Jedes Herzrasen sollte von einem Arzt untersucht werden, zum Beispiel mittels Elektrokardiogramm (EKG) oder Herz-Ultraschall. Ob die Symptome gefährlich oder harmlos sind, kann ein Mediziner am besten einschätzen. Vor der Sprechstunde empfiehlt die Deutsche Herzstiftung, eine Checkliste auszufüllen und dem Arzt vorzulegen. Folgende Fragen sind hierbei relevant:


  • Wann trat das Herzrasen erstmalig und letztmalig auf?
  • In welchen Situationen tritt das Herzrasen häufig auf?
  • Wie oft tritt das Herzrasen auf (täglich, wöchentlich, monatlich)?
  • Wie beginnt und endet das Herzrasen (plötzlich, allmählich)?
  • Wie lange dauert das Herzrasen an?
  • Können Sie die Attacken mit bestimmten Verhaltensregeln selbst beenden?


Welche Rolle spielen die Cholesterinwerte?

Ein hoher Cholesterinspiegel gehört zu den größten Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen, da er zu Ablagerungen in den Gefäßen führen kann. Um den Ursachen des Herzrasens auf den Grund zu gehen, führt der behandelnde Arzt daher in der Regel auch eine Blutuntersuchung durch. Hierzu gehört eine Bestimmung des Cholesterin- und Triglyceridspiegels. Ihr Arzt kann Sie darüber aufklären, was ein erhöhtes Gesamtcholesterin, auffällige Einzelwerte oder ein schlechtes Verhältnis zwischen HDL- und LDL-Cholesterin bedeuten und mithilfe einer Gefäßuntersuchung Arterienverkalkungen frühzeitig erkennen.

Sprechstunde in der Praxis: Der Arzt klärt, was im Einzelfall hinter Herzrasen stecken kann. (Symbolfoto) (Quelle: imago images/Westend61)Sprechstunde in der Praxis: Der Arzt klärt, was im Einzelfall hinter Herzrasen stecken kann. (Symbolfoto) (Quelle: Westend61/imago images)

Wie wird das Herzrasen behandelt?

Wenn der Arzt festgestellt hat, welche Erkrankungen die Ursache für das Herzrasen sind, wird er diese mit Medikamenten behandeln. Wenn das Herzrasen psychische Ursachen hat, helfen oft Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine. Beruht das Herzrasen jedoch auf lebensgefährlichem Kammerflimmern wird versucht, dieses mithilfe von Stromstößen zu beenden.

Wie kann ich Herzrasen vorbeugen?

Ist das Herzrasen harmloser Natur und können ernsthafte Krankheiten ausgeschlossen werden, ist in der Regel keine medikamentöse Therapie notwendig. Dennoch können Sie selbst einiges tun, damit das Symptom nicht mehr wiederkehrt: Erlernen Sie bestimmte Techniken zur Stressbewältigung wie autogenes Training oder Yoga, um mit Stress und Belastung besser umzugehen. Bewegen Sie sich außerdem so oft wie möglich an der frischen Luft und verzichten Sie nach Möglichkeit auf Alkohol und Zigaretten. Wenn Sie wissen, welche Situationen Ihr Herzrasen auslösen, sollten Sie versuchen, diese so gut es geht zu vermeiden.

Ob Ihr Herzrasen nur eine Reaktion auf Stress und Aufregung ist, oder doch eine Herzkrankheit der Auslöser ist: Lesen Sie hier mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten bei Tachykardie (Herzrasen).

Mehr zum Thema Cholesterin (Grenzwerte, HDL- und LDL-Normwerte) erfahren Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • Deutsche Herzstiftung: Herzrasen – Ursache mit Herzstiftungs-Checkliste klären
  • Deutsche Herzstiftung: Plötzlich schneller Puls – "Muss ich mir Sorgen machen?"
  • Onmeda: Tachykardie (Herzrasen) – Definition, Ursachen & Behandlung
  • weitere Quellen
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