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Anzeige: Fastenzeit – Darauf verzichten die Deutschen am liebsten

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Fasten im Trend  

Darauf verzichten die Deutschen am liebsten

25.02.2020, 15:36 Uhr | t-online.de, alr

Anzeige: Fastenzeit – Darauf verzichten die Deutschen am liebsten. Burger oder doch lieber Orange? In der Fastenzeit lassen immer mehr Deutsche das Fleisch weg. (Quelle: Getty Images)

Burger oder doch lieber Orange? In der Fastenzeit lassen immer mehr Deutsche das Fleisch weg. (Quelle: Getty Images)

Weniger Alkohol, weniger Butter, mehr gesunder Verzicht. Fasten ist im Trend. Jedes Jahr steht bei immer mehr Deutschen in der Zeit von Aschermittwoch bis Karfreitag der Tacho auf Enthaltsamkeit.

Das bestätigt die neueste Studie der DAK: 63 Prozent der Deutschen fasten knapp sechs Wochen, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Was früher aus religiöser Motivation geschah, gilt heute vor allem der eigenen Gesundheit. Ganz vorne auf der Verzichtsskala: Alkohol, ganze 73 Prozent laut Studie, danach folgen Süßigkeiten, Fleisch und Fett.

 (Quelle: Sascha Huncke/DAK-Gesundheit) (Quelle: Sascha Huncke/DAK-Gesundheit)

Fasten macht tatsächlich Sinn: denn wer seiner Leber und dem Cholesterinspiegel eine Pause gönnt, schützt sich langfristig vor Herzproblemen. Zu viel Blutfett verkalkt die Arterien, was zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann.

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Weniger Fett hält fit

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich das Risiko für Herzerkrankungen mit einer gesunden Ernährung oft deutlich reduzieren lässt. Wer mehr "gutes Cholesterin" zu sich nimmt, hat einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel und beugt Übergewicht vor.

Gutes Vorbild: Kinder übernehmen die guten Gewohnheiten ihrer Eltern wie gesunde Ernährung. (Quelle: Getty Images)Gutes Vorbild: Kinder übernehmen die guten Gewohnheiten ihrer Eltern wie gesunde Ernährung. (Quelle: Getty Images)

"Gutes" versus "schlechtes" Cholesterin

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Cholesterin generell schlecht ist. Doch diese Aussage ist viel zu pauschal: Vielmehr ist die fettähnliche Substanz lebensnotwendig für den Menschen, weil sie wichtige Aufgaben im Organismus erfüllt. Beim Cholesterin wird zwischen zwei Formen unterschieden: das "gute" (HDL) und das "böse" (LDL).

Lesen Sie hier noch mehr zu gutem und schlechtem Cholesterin.

Ein Zuviel an "bösem" LDL-Cholesterin kann die Gefäße und das Herz belasten – und so das Risiko erhöhen, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen. Dagegen schützt das "gute" HDL-Cholesterin die Gefäße vor Ablagerungen. Bestimmte Lebensmittel können helfen, die Cholesterinwerte in einer gesunden Balance zu halten und Herzerkrankungen vorzubeugen.

Wer es nach Neujahr verpasst hat, kann jetzt in der Fastenzeit seine guten Vorsätze umsetzen und gleichzeitig sein Herz stärken. Und so geht es es:

Fisch statt Fleisch: Sushi ist eine leckere und gesunde Alternative. (Quelle: Getty Images)Fisch statt Fleisch: Sushi ist eine leckere und gesunde Alternative. (Quelle: Getty Images)

Damit bleiben Sie fit

  • Zwiebeln und Knoblauch
    Sie würzen nicht nur das Essen, sondern sind entzündungshemmend und senken die "bösen" Cholesterinwerte. Die enthaltenen Sulfide (Schwefelverbindungen) in Zwiebeln und Knoblauch können laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Blutgerinnung positiv beeinflussen.
  • Fisch: Lachs, Makrele, Hering
    Regelmäßig Fisch auf den Tisch! Denn er wirkt sich nach Angaben der DGE positiv auf die Gefäße aus. Fisch könne so das Risiko für Herzerkrankungen mindern. Die DGE empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche und rät zu fettreichen Arten wie Lachs, Makrele und Hering. Denn diese enthalten besonders viele Omega-3-Fettsäuren.
  • Pflanzliche Öle
    Ebenso sind pflanzliche Öle reich an wertvollen Fettsäuren, zum Beispiel Raps-, Lein- und Weizenkeimöl, aber auch Walnuss- und Olivenöl. Sie unterstützen die Fließeigenschaften des Blutes. Zudem beugen sie Ablagerungen in den Blutgefäßen vor und hemmen Entzündungsreaktionen im Körper.

Oft unterschätzt: Nüsse enthalten viele Ballaststoffe und gute Fette. (Quelle: Getty Images)Oft unterschätzt: Nüsse enthalten viele Ballaststoffe und gute Fette. (Quelle: Getty Images)

  • Nüsse und Hülsenfrüchte
    Sie sind reich an Ballaststoffen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die wiederum gegen erhöhte Blutfettwerte wirken. Laut DGE unterstützen viele sekundäre Pflanzenstoffe in Wal-, Hasel- und Erdnüssen sowie Erbsen, Bohnen und Linsen die Funktion der Blutgefäße und senken zudem den Blutdruck.
  • Obst und Gemüse
    Sie liefern für die Gefäße wichtige Inhaltsstoffe, verlangsamen die Zellalterung und beugen Fettablagerungen in den Blutgefäßen vor. Die DGE empfiehlt täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. So sinke das Risiko für Bluthochdruck und koronare Herzkrankheiten.

Damit belasten Sie sich

  • Wurst und Fleisch
    Tierische Fette etwa in Fleisch- und Wurstwaren sollten seltener auf dem Speiseplan stehen. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel bei Leberwurst und Salami geboten. Ihr Gehalt an "bösem" LDL-Cholesterin ist besonders hoch.
  • Ungesunde Nahrungsfette
    Dazu zählen vor allem Transfettsäuren. Sie können das "schlechte" LDL-Cholesterin erhöhen und das "gute" HDL-Cholesterin senken. Transfette stecken insbesondere in industriell hergestellten gebackenen, gebratenen oder frittierten Nahrungsmitteln, zum Beispiel in Croissants, Chips oder Pommes.

Einfach mal die Hälfte des Salzes weglassen. Wetten, das Essen schmeckt immer noch? (Quelle: Getty Images)Einfach mal die Hälfte des Salzes weglassen. Wetten, das Essen schmeckt immer noch? (Quelle: Getty Images)

  • Zu viel Kochsalz
    Ein hoher Salzkonsum steigert das Risiko einer Herzinsuffizienz. Der Grund: Zu viel Salz in der Nahrung fördert Wassereinlagerungen im Körper. Damit erhöhe sich der Druck in den Blutgefäßen und so auch der Blutdruck. Viel Salz steckt vor allem in Fertiggerichten.

    Info
    Zu wenig Salz ist auch nicht gut. Der Richtwert liegt bei fünf Gramm pro Tag oder einem gestrichenen Teelöffel.
  • Zu viel Zucker
    Ob in Marmelade, Süßigkeiten oder Limonade: Zucker steckt in vielen Lebensmitteln. Ein zu hoher Zuckerkonsum kann zu erhöhten Blutfettwerten führen und die Gefäße angreifen. Darunter leidet auch das Herz.
  • Fettreiche Milchprodukte
    Schlagsahne, Schmand, Camembert, Doppelrahmfrischkäse, Butter oder Eiscreme gelten als Milchprodukte mit einem hohen Fett- und Cholesteringehalt. Sie enthalten sogenannte "schlechte" Fette.

Wie gefährlich ist Cholesterin für den Körper und welche Krankheiten drohen bei zu hohen Werten? Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Frauen fasten anders

Finger weg! Diesen Kuchen gibt es für viele Frauen erst wieder nach der Fastenzeit. (Quelle: Getty Images)Finger weg! Diesen Kuchen gibt es für viele Frauen erst wieder nach der Fastenzeit. (Quelle: Getty Images)

Was die Art zu fasten angeht, gibt es große Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Frauen verzichten lieber auf Süßigkeiten (70 Prozent) oder auf Fleisch (50 Prozent). Dabei fällt es sicher schwer, der süßen Versuchung zu widerstehen. Ein echtes Opfer also! Männer dagegen lassen eher den Alkohol (77 Prozent) weg. Das fällt ihnen sicher auch nicht leicht ...

Unser Fasten-Fazit

Das Fasten hat nur dann einen nachhaltig positiven Effekt auf die Gesundheit, wenn es als Startpunkt für eine bewusstere Ernährungsweise angesehen wird. Nutzen Sie daher die Fastenzeit, um ihren Lebensstil und Ihre Ernährung zu überdenken und gegebenenfalls umzustellen. Ihr Herz und Ihre Gefäße werden es Ihnen danken.

Verwendete Quellen:
  • DAK-Studie: Fasten 2020 – immer mehr Menschen halten es für sinnvoll
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Salzkonsum in Deutschland – Ergebnisse der DEGS-Studie
  • Deutsche Apotheker-Zeitung: Gesundes Fasten, gefährliches Fasten – Ernährungsmedizinische Aspekte der Fastenzeit
  • Eigene Recherchen
  • weitere Quellen
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