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Pilze: Die Pilzsaison ist eröffnet

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Pilze  

Auf die Pilze, fertig, los!

11.03.2010, 16:33 Uhr | müh, t-online.de

Jetzt beginnen wieder die guten Zeiten für Pilz-Liebhaber: Der ergiebige Regen der letzten Tage lässt nach dem heißen Sommer die Wildpilze nur so aus der Erde schießen. Ein El Dorado für Sammler und für Genießer. Pilze sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie enthalten Krebs vorbeugende Ballaststoffe und jede Menge Mineralien, Spurenelemente, Vitamin B und Vitamin D. Außerdem sind sie kalorienarm. Doch beim Streifzug durch den Wald ist Vorsicht geboten. "Wer nicht wirklich pilzkundig ist, der sollte sich auf die Arten beschränken, die er gut kennt oder sicher bestimmen kann", rät das Deutsche Grüne Kreuz. Denn jedes Jahr registrieren die Behörden hunderte von Pilzvergiftungen. Kein Wunder: Bei rund 2500 heimischen Speise- und Giftpilzen kann man den Überblick leicht verlieren. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Hohe Verwechslungsgefahr

Beim Sammeln ist die Gefahr groß, einen Giftpilz zu erwischen. Fast jeder leckere Pilz hat einen Doppelgänger, der manchmal "nur" ungenießbar, manchmal aber auch tödlich giftig ist. "Wer sammeln möchte, sollte also nicht einfach nur einen Blick ins Pilzbuch werfen", warnt Dr. Dieter Müller vom Göttinger Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord). Es braucht also etwas Fachkenntnis, um zum Beispiel Nadelholzhäublinge oder Schleierlinge zu meiden. "Häufig werden auch essbare Perlpilze mit den giftigen Pantherpilzen verwechselt", erklärt Müllers Kollege Dr. Andreas Behrens. Bei diesen Exemplaren müssen Sammler schon sehr genau hinsehen, um sie mit Sicherheit einer der beiden Arten zuzuordnen. Schon beim kleinsten Zweifel daran, ob die gefundenen Pilze essbar sind, sollten Sie lieber einen Pilzberater zu Rate ziehen. Jetzt zur Eröffnung der Saison werden von städtischen Umweltämtern und Pilzberatern in ihrer Nähe auch wieder zahlreiche Exkursionen und Bestimmungskurse angeboten.

Giftig oder nicht?

Für die meisten Vergiftungen bei uns ist der Knollenblätterpilz verantwortlich. Er sieht dem einfachen Wiesenchampignon sehr ähnlich und wird deshalb oft mit ihm verwechselt. Im schlimmsten Fall kann so eine Vergiftung sogar tödlich enden. Wenn Sie aus Versehen einen Giftpilz erwischt haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen oder unter einer der zahlreichen Notrufnummern für Giftunfälle Rat suchen. Eine Methode, mit der die Giftpilze zu Hause mit Sicherheit entlarvt werden können, gibt es nicht, auch wenn zahlreiche Mythen kursieren.

So sammeln Sie richtig

Doch davon sollten Sie sich den Appetit auf ein leckeres Pilzgericht nicht verderben lassen. Außerdem macht das Sammeln in frischer Waldluft Spaß. Wenn Sie fündig geworden sind, müssen Sie den Pilz mit Stumpf und Stiel aus dem Boden herausziehen und das Loch wieder mit Erde verschließen oder den Pilz knapp über dem Boden mit einem scharfen Messer abschneiden. Zum Transport eignen sich am besten Körbe, um die Pilze luftig gelagert und nicht matschig nach Hause zu bringen. Plastiktüten sollten Sie nicht verwenden, da die Pilze wegen der darin entstehenden Wärme verderben.

Lagern und kochen

Auch zu Hause müssen die Pilze luftig und kühl gelagert und möglichst noch am selben Tag verbraucht werden. Wenn Sie die Schwämme aufbewahren möchten, sollten Sie sie trotzdem gleich nach dem sammeln abbürsten. Gewaschen werden dürfen die Waldfrüchte allerdings nicht. Zur Lagerung im Kühlschrank muss man die Pilze in Papiertüten oder offene Körbchen packen oder in ein Küchentuch einwickeln. Zu große Mengen sollten Sie nicht essen, denn Pilze sind schwer verdaulich. Auch bei kurzen Garzeiten liegen besonders Waldpilze schwer im Magen. Sie müssen mindestens 15 Minuten erhitzt werden, nach 20 Minuten aber wieder vom Herd.

Kalorienarmes Gericht

Entgegen des geläufigen Vorurteils können Sie ein Pilzgericht übrigens wieder aufwärmen, wenn es nicht länger als ein oder zwei Tage im Kühlschrank gelagert wurde. Wer sich kalorienarm ernähren möchte, findet in Pilzen ideale Verbündete. 100 Gramm frische Steinpilze enthalten zum Beispiel nur 34 Kilokalorien. Pfifferlinge sogar nur 23 Kilokalorien. Auf ein frisch gezapftes Pils sollten Sie zum Pilzgericht allerdings verzichten. Denn mit Alkohol vertragen sich viele Speisepilze gar nicht.

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