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Speichel und Blutzucker: Diabetiker haben höheres Risiko für Karies und Parodontitis

Speichel und Blutzucker  

Diabetiker haben höheres Risiko für Karies und Parodontitis

13.10.2020, 12:23 Uhr | dpa

Speichel und Blutzucker: Diabetiker haben höheres Risiko für Karies und Parodontitis. Zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta die Zähne putzen - diese Routine ist für Diabetiker besonders wichtig.

Zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta die Zähne putzen - diese Routine ist für Diabetiker besonders wichtig. Foto: Christin Klose/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Diabetiker haben ein erhöhtes Kariesrisiko. Das liege am erhöhten Zuckergehalt in ihrem Speichel, erläutert der Zahnmediziner Stefan Zimmer. Bestimmte Kariesbakterien könnten sich dadurch leichter vermehren.

Dazu kommt noch, dass sich im Speichel von Diabetikern häufig zu wenig Kalzium finde, was die Remineralisierung der Zähne erschwere. Folge: Säuren könnten den Zahnschmelz leichter angreifen.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann außerdem zu Mundtrockenheit führen - was den Bakterien ebenfalls in die Karten spiele, so der Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe in Frankfurt am Main. Speichelfluss trage dazu bei, Essenreste und bakterielle Zahnbeläge wegzuspülen. Wenig Speichel ist also schlecht.

Zu hohe Blutzucker-Langzeitwerte begünstigen laut Zimmer wiederum Entzündungen und somit die Entstehung einer Parodontitis. Diabetiker sollten darum nicht nur Wert auf eine gründliche tägliche Zahnpflege legen, sondern auch ihren Blutzucker optimal einstellen. Mundgeruch und Zahnfleischbluten als erste Anzeichen für eine Parodontitis sollten sie ernstnehmen und rasch ärztlich abklären lassen.

Denn es gibt auch eine Wechselwirkung, auf die Zimmer hinweist: Parodontitis wirke sich negativ auf den Blutzuckerspiegel und damit den Diabetes aus. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat Parodontitis und Diabetes einmal als "gefährliches Duo" bezeichnet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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