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Langer Weg zur Anerkennung: Was ist eine Berufskrankheit?

Langer Weg zur Anerkennung  

Was ist eine Berufskrankheit?

16.07.2021, 12:53 Uhr | dpa

Langer Weg zur Anerkennung: Was ist eine Berufskrankheit?. Werden etwa Atemwegsbeschwerden durch Belastungen am Arbeitsplatz ausgelöst, können Betroffene prüfen lassen, ob ihre Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wird.

Werden etwa Atemwegsbeschwerden durch Belastungen am Arbeitsplatz ausgelöst, können Betroffene prüfen lassen, ob ihre Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wird. Foto: Christin Klose/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Mannheim (dpa/tmn) - Ob Hauterkrankungen oder Lärmschwerhörigkeit: Bei einer Reihe von Erkrankungen kann es sich um sogenannte Berufskrankheiten handeln. Aber was ist das eigentlich genau?

Von Berufskrankheit spricht man dann, wenn Beschäftigte im Zusammenhang mit Belastungen am Arbeitsplatz erkranken. Das erklärt Anja Nehrkorn, Referentin im Bereich Rehabilitation der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe(BGN).

Anerkennung: Vorgegebene Kriterien müssen erfüllt sein

Grundsätzlich müssen für eine Anerkennung aber bestimmte rechtlich vorgegebene Kriterien erfüllt sein, so die Expertin imMagazin"Aspekte" der BGN (Ausgabe 04/2021). Die Liste der Berufskrankheiten wird in derBerufskrankheitenverordnungaufgeführt.

Oft ist es ein langer und aufwendiger Prozess, bis abgeklärt ist, ob alle Voraussetzungen zur Anerkennung einer Erkrankung als Berufskrankheit erfüllt sind. Das Verfahren beginnt laut BGN, wenn der Verdacht bei der Berufsgenossenschaft gemeldet wird vom Arzt, dem Arbeitgeber, der Krankenkasse oder auch der betroffenen Person selbst.

Sechs oder mehr Monate bis zum endgültigen Bescheid

Dann wird ausführlich geprüft, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der ausgeübten Tätigkeit und der schädigenden Einwirkung feststellbar ist, und ob die schädigende Einwirkung ursächlich für die Erkrankung ist. Dieses Prozedere kann dauern. Zwischen Meldung und der Erteilung des Bescheids würden in der Regel sechs oder mehr Monate vergehen, so BGN-Expertin Nehrkorn.

Wenn eine Berufskrankheit anerkannt wird, können Versicherte Geldleistungen von der gesetzlichen Unfallversicherung beziehen, erklärt die BGN weiter. Das können zum Beispiel Rentenansprüche sein oder sogenanntesVerletztengeld. Zudem prüft die zuständige Berufsgenossenschaft Maßnahmen, die es unter Umständen ermöglichen, dass Beschäftigte mit anerkannter Berufskrankheit ihre Tätigkeit fortführen können.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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