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Gebärmutterhalskrebs: Schon Kleinkinder und Babys sind gefährdet

Impfung  

Krebs auslösende Viren schon bei kleinen Mädchen

18.05.2009, 13:53 Uhr | sca, dpa

Gebärmutterhalskrebs: Schon Kleinkinder und Babys sind gefährdet. Sollten schon Babys gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft werden?

Sollten schon Babys gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft werden? (Foto: dpa)

Mädchen können schon als Kleinkinder mit Viren infiziert sein, die Gebärmutterhalskrebs auslösen - lange vor einer möglichen Übertragung beim Sex. Das haben Mediziner aus Wien herausgefunden. Es müsse deshalb darüber nachgedacht werden, Mädchen schon als Babys gegen Gebärmutterhalskrebs zu impfen, zitiert das Nachrichtenmagazin "Focus" Daniela Dörfler von der Medizinischen Universität Wien. Sie und ihr Team hatten 110 Mädchen von 4 bis 15 Jahren auf Papillomviren getestet. 20 der Kinder - knapp ein Fünftel - trugen solche Erreger, schreiben die Mediziner im Fachmagazin "American Journal of Obstetrics & Gynecology" (Bd. 200, S. 487.e1).

Ansteckung über Handtuch der Mutter?

In drei Viertel der Fälle wurden riskante Virentypen nachgewiesen, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen. Nun soll untersucht werden, warum so viele Mädchen schon mit solchen Erregern infiziert sind, lange bevor sie sexuell aktiv werden. Die Mediziner vermuten, dass die Viren während der Geburt auf die Babys übertragen werden könnten. Eine weitere Möglichkeit seien Schmierinfektionen - etwa über das Handtuch der Mutter.

Krebs kann entstehen

In den meisten Fällen einer Infektion kann das Immunsystem die Viren bekämpfen, und es kommt zu keiner Erkrankung oder höchstens zu Warzen. Da aber auch Krebs entstehen kann, hatte die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut im Frühjahr 2007 eine allgemeine Impfempfehlung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren ausgesprochen. Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wirkt gegen zwei sogenannte Humane Papillomviren (HPV) und zwar gegen HPV-16 und HPV-18. Sie sind die Ursache von 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 6000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1700 sterben daran.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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