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Arzneimittel: Kindermedizin sorgfältig dosieren

Medikamente  

Kinder-Medizin sorgfältig dosieren

23.06.2009, 11:24 Uhr | ots; mmh, dpa

Arzneimittel: Kindermedizin sorgfältig dosieren. Kinder-Medikamente müssen genau dosiert sein.

Kinder-Medikamente müssen genau dosiert sein. (Bild: Imago)

Eltern dürfen Medikamente für ihre Kinder nicht ohne weiteres mit Nahrungsmitteln mischen. Denn manchmal kann es zu Wechselwirkungen kommen, wenn die Arznei zusammen mit Muttermilch, Säuglingsnahrung oder anderen Lebensmitteln verabreicht wird. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin hin.

Dosierung schwierig

Um eine Unterdosierung zu vermeiden, müssten Eltern außerdem darauf achten, dass das Kind seinen Teller leer isst, wenn die Medizin mit dem Essen verabreicht wird. Spuckt es einen Teil des Gemischs wieder aus, dürfen die Erwachsenen ihm nicht noch einmal die gesamte Dosis des Arzneimittels verabreichen. Sonst kann es zu einer Überdosierung kommen, warnt die ABDA. Arzneimittel werden am besten mit einen Messbecher oder Dosierlöffel abgemessen - Tee- oder Esslöffel sind zu ungenau.

Tipps von Medizinern oder Apothekern

Viele Kinder nehmen Medikamente nicht gerne ein. "Apotheker können Eltern Tipps geben, wie sie Arzneimittel sicher und kindgerecht verabreichen können", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Wichtig ist dabei, altersgerecht zu handeln und das Kind soweit wie möglich einzubeziehen." Älteren Kindern sollten Eltern erklären, warum die Einnahme des Medikaments nötig ist.

Genau abmessen

Säuglinge oder Kleinkinder bekommen neben Zäpfchen meist flüssige Medikamente. Diese sollten nicht mit einem Tee- oder Esslöffel abgemessen werden. Genauer ist ein Dosierlöffel oder ein Messbecher. Für Säuglinge gibt es Medikamentensauger. Eine weitere Hilfe sind Dosierspritzen, mit denen die Flüssigkeit in kleinen Mengen gegeben werden kann. Strampelt das Kind oder spuckt es einen Teil der Flüssigkeit wieder aus, kann dies problematisch sein. Es darf dann nicht nochmals die gesamte Menge des Arzneimittels gegeben werden, sonst kann es zu Überdosierungen kommen. Nicht selten gibt es für den selben Arzneistoff auch kinderfreundliche Darreichungsformen und Säfte mit angenehmem Geschmack.

Wechselwirkungen ausschließen

Mischt man Arzneimittel mit (abgepumpter) Muttermilch, Säuglingsnahrung, Brei oder anderen Lebensmitteln, müssen vorher mögliche Wechselwirkungen ausgeschlossen sein. Das Kind muss die gesamte Menge der Flüssigkeit oder des Breis zu sich nehmen, sonst kann es zu Unterdosierungen kommen. Zäpfchen sind leicht angewärmt einfacher und schmerzfrei einzuführen. Zu diesen und weiteren Fragen informiert der Apotheker gerne individuell.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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